Bundesliga

HSV-Chef Hoffmann: «Ein Rückschlag»

Hamburg. Mit einem Katerfrühstück haben Spieler und Vorstand des Hamburger SV die verpatzte Saison ausklingen lassen. «Wir haben die sportlichen Ziele in der Bundesliga verfehlt. Das ist ein Rückschlag», bekannte HSV-Vorsitzender Bernd Hoffmann.
09.05.2010, 15:33
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HSV-Chef Hoffmann: «Ein Rückschlag»

Frustriert

dpa

Hamburg. Mit einem Katerfrühstück haben Spieler und Vorstand des Hamburger SV die verpatzte Saison ausklingen lassen. «Wir haben die sportlichen Ziele in der Bundesliga verfehlt. Das ist ein Rückschlag», bekannte HSV-Vorsitzender Bernd Hoffmann.

Als sich die Profis des Tabellensiebten in den Urlaub verabschiedeten, war noch nicht klar, wer sie denn in der neuen Saison betreuen soll. «Wir haben die Trainerfrage diskutiert, mehr ist nicht zu sagen», berichtete Aufsichtsratschef Horst Becker, nachdem er mit Hoffmann die Zukunft des Fußball-Bundesligisten beraten hatte. Als einziger Spieler wurde Jerome Boateng verabschiedet. Der Innenverteidiger darf den Verein für die vertraglich vereinbarte Summe von 12,5 Millionen Euro verlassen und spielt in der nächsten Saison für Manchester City.

Welche Spieler den Verein zudem verlassen, ist derzeit unklar. Zé Roberto, dem ein Angebot von Red Bull New York vorliegt, wollte sich nicht festlegen. «Ich denke, wir sehen uns wieder», sagte der Brasilianer, als er mit seinem Auto vom Parklatz rollte. Überzeugend wirkte er dabei jedoch nicht.

Paolo Guerrero, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, glaubt an eine Verlängerung seines Kontraktes. «Ich gehe davon aus, dass ich bleibe», meinte der Peruaner. Wackelkandidaten sind zudem Marcus Berg, David Rozehnal, Guy Demel, aber auch Eljero Elia, der vor einigen Wochen Unzufriedenheit mit dem HSV bekundet hatte. «Wir werden die Entscheidungen in den nächsten Tagen und Wochen fällen», sagte Hoffmann.

Über den Trainer in der nächsten Saison, der ersten seit fünf Jahren ohne das lukrative internationale Geschäft, solle zügig entschieden werden, bestätigte Becker, «aber nicht in Hast». Ob Interimstrainer Ricardo Moniz einen Chance auf den Posten hat, ließ Becker ebenso offen wie Hoffmann. «Wir nehmen uns Zeit», versicherte Hoffmann. «Ricardo Moniz hat einen Vertrag bis zum 30. Juni. Weitere Statements werden wir dazu nicht abgebeben.»

Hoffmann will sich demnächst Frank Rost vorknöpfen. Der Torhüter hatte kritisiert, es seien «im Saisonverlauf zu viele Baustellen aufgemacht worden. Da ist auch zwischenmenschlich etwas kaputtgegangen.» Zudem spießte er die Fluktuation auf dem Trainerposten bei den Hanseaten auf, die derzeit ihren siebten Coach seit Hoffmanns Amtsübernahmen im Februar 2003 erleben. «Wenn zwei Trainer wie Huub Stevens und Martin Jol hintereinander gehen, dann spricht das für sich», sagte Rost. Hoffmann erwiderte: «Frank Rost hat eine gute Saison gespielt. Neben dem Platz hat er aber das eine oder andere Mal danebengegriffen.» (dpa)

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