Hamburg HSV rastlos: Nach Euro-Sieg zum Bundesliga-Hit

Hamburg. Ein Weltklasse-Tor, ein Abseitstreffer und permanent Vollgas: Ruud van Nistelrooy kann nach seinem ersten Vollzeit-Einsatz beim 3:1 gegen den belgischen Fußball-Rekordmeister RSC Anderlecht das nächste Spiel kaum erwarten.
12.03.2010, 11:30
Lesedauer: 2 Min
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Hamburg. Ein Weltklasse-Tor, ein Abseitstreffer und permanent Vollgas: Ruud van Nistelrooy kann nach seinem ersten Vollzeit-Einsatz beim 3:1 gegen den belgischen Fußball-Rekordmeister RSC Anderlecht das nächste Spiel kaum erwarten.

«Die letzten zehn Minuten war ich ein bisschen müde. Aber ich bin fit und sehr glücklich», sagte der Stürmer des Hamburger SV, der mit dem ersten Europa-League-Tor seiner Karriere und seinem ersten Treffer vor heimischem Publikum die Fans verzückte. Im Spitzenspiel beim Tabellennachbarn Bayer Leverkusen wäre er gern wieder dabei. «Das wird ein schönes Spiel», versprach «Van the Man». «Leverkusen ist ein starker Gegner. Da können wir zeigen, wo wir stehen.»

Zunächst muss der 33-Jährige jedoch seine Knochen und Muskeln befragen. «Zwischen Donnerstagabend und Sonntagmittag ist nicht viel Zeit. Mal sehen, wie es am Samstag ist», meinte der Torjäger, der bisher drei Treffer im Dress der Hamburger erzielt hat. HSV-Trainer Bruno Labbadia würde seinem prominentesten Profi gern eine Verschnaufpause gönnen. «Wir sollten zufrieden sein, dass er ein 90-Minuten-Spiel gemacht hat. Wir überlegen, was wir machen können», meinte der 44-Jährige.

Mit dem Rückenwind des Sieges über Anderlecht fällt den Hamburgern die Reise nach Leverkusen leichter. «Ich denke, dass wir jetzt ganz viel Selbstvertrauen für die nächsten Wochen haben», verkündete Abwehrchef Joris Mathijsen, der mit dem 1:0 den 400. Treffer in der Europapokal-Geschichte des HSV markiert hatte. «Wieder ein Jubiläum? Unglaublich. In der Bundesliga habe ich das 2500. für den HSV geschossen. Wenn mir ein Tor gelingt, dann ist es immer wichtig oder ein Jubiläums-Tor», meinte der Niederländer staunend.

Um den Erfolg gegen Anderlecht, den Kapitän David Jarolim perfekt gemacht hatte, genießen zu können, blieb keine Zeit. «Wir werden uns gleich auf das Spiel am Sonntag konzentrieren und dafür sorgen, dass wir auf vier Punkte rankommen», lautete die Kampfansage von Mathijsen an Bayer Leverkusen. «Dann ist alles möglich.» Die Hamburger wähnen die Champions-League-Startplätze noch in Griffweite, und Trainer Labbadia hat bereits zur Aufholjagd geblasen. «Wir haben unsere Serie in der Bundesliga gestartet», verkündete er nach dem 1:0-Zittersieg gegen Hertha BSC.

Mit gemischten Gefühlen wird Labbadia in der Bay-Arena Platz nehmen. Schließlich hatte er Leverkusen am Ende der vergangenen Saison trotz laufenden Vertrags den Rücken gekehrt. «Bruno hat einen guten Job gemacht und eine intakte Mannschaft hinterlassen. Dass es am Ende mit der Mannschaft nicht mehr funktionierte, hatte andere Gründe. Wenn die Zuschauer vernünftig sind, werden sie Bruno Labbadia wie jeden anderen Trainer empfangen», sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser und fügte bedeutungsschwer hinzu: «Für uns ist es das wichtigste Spiel des Jahres.»

Holzhäuser nimmt den HSV im Kampf um die europäischen Startplätze ernst. «Nach Bayern München hat der HSV die bestbesetzte Mannschaft», urteilte der Geschäftsführer. Ob er in seiner Wertschätzung auch Paolo Guerrero eingeschlossen hat, ins nicht bekannt. Der Peruaner ist nach dreimonatigem Heimat-Aufenthalt in Peru wieder in Hamburg eingetroffen und hat damit einen Sieg über seine Flugangst errungen. Jetzt will sich der HSV ein Bild von seinem Fitnesszustand machen. (dpa)

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