Bundesliga

HSV: Seeler besorgt über Einflussnahme von Kühne

Hamburg. Investor Klaus-Michael Kühne hat die Transferpolitik des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV scharf kritisiert und damit die bereits von Vereinsmitgliedern geäußerte Sorge vor einer Einflussnahme von außen geschürt. Uwe Seeler schloss sich ihnen nun an.
19.08.2010, 11:50
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Hamburg. Investor Klaus-Michael Kühne hat die Transferpolitik des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV scharf kritisiert und damit die bereits von Vereinsmitgliedern geäußerte Sorge vor einer Einflussnahme von außen geschürt. Uwe Seeler schloss sich ihnen nun an.

«Die Sache macht mich schon sehr nachdenklich. Bei allen Entscheidungen muss man sich fragen, was letztlich aus dem HSV wird. Hoffentlich bleibt der Club nicht auf der Strecke. Er muss aufpassen, dass er nicht seine Seele verkauft», warnte das HSV-Idol via «Bild»-Zeitung. Der ehemalige HSV-Präsident Jürgen Hunke empfahl sogar, die Zusammenarbeit mit Kühne zu beenden.

Die Club-Verantwortlichen hatten den in der Schweiz lebenden Hamburger Milliardär als einen Mann vorgestellt, der bereit sei, 15 Millionen Euro zu investieren, ohne Einfluss auf die Vereinspolitik zu nehmen. Bisher ist Kühne über das «Anstoß3» genannte Investoren- Modell mit rund 7,5 Millionen Euro zu je einem Drittel an den Nationalspielern Marcell Jansen, Dennis Aogo und Paolo Guerrero beteiligt. Neue Pläne sahen vor, diese Beteiligungen nach demselben Schlüssel auf die Zugänge Heiko Westermann, Gojko Kacar, Dennis Diekmeier und Lennard Sowah auszuweiten. Kühne aber zögert nun, weil diese Einkäufe offenbar nicht seinen Vorstellungen entsprechen.

«Es kommt darauf an, an welchen Spielern ich mich schlussendlich beteiligen werde. Das ist zur Zeit offen, weil nicht alles so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt habe», hatte Kühne im «Hamburger Abendblatt» moniert. Er würde sein Geld wohl lieber in einen Topstar stecken. Clubchef Bernd Hoffmann und Sportchef Bastian Reinhardt glauben dagegen, die richtigen Spieler geholt zu haben. «Wir sind zufrieden mit unseren Transferaktivitäten und überzeugt von der Qualität unserer Neuzugänge.» Hoffmann hofft nun, bei einem Treffen in der kommenden Woche mit Kühne alle Probleme ausräumen zu können. (dpa)

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