Hamburg HSV verpasst Startrekord - nun heiß auf St. Pauli

Hamburg. Nur acht Minuten fehlten dem Hamburger SV, um seinen Startrekord unter Kuno Klötzer aus dem Jahr 1974 einzustellen. Doch gegen Lieblingsgegner 1. FC Nürnberg reichte es für van Nistelrooy und Co nicht zum dritten Ligasieg.
12.09.2010, 11:32
Lesedauer: 2 Min
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Hamburg. Nur acht Minuten fehlten dem Hamburger SV, um seinen Startrekord unter Kuno Klötzer aus dem Jahr 1974 einzustellen. Doch gegen Lieblingsgegner 1. FC Nürnberg reichte es für van Nistelrooy und Co nicht zum dritten Ligasieg.

«Natürlich musst du das Ding nach Hause fahren, wenn du 1:0 führst», ärgerte sich Coach Armin Veh über das spät kassierte 1:1 gegen die Franken, das zudem durch einen umstrittenen Elfmeter zustande kam.

Nachdem «Club»-Angreifer Julian Schieber im hohen Bogen über HSV-Schlussmann Frank Rost gestürzt war, zeigte Referee Markus Wingenbach auf den Punkt. Javier Pinola ließ sich nicht zweimal bitten und glich in der 82. Minute die Führung der Gastgeber durch Joris Mathijsen (61.) aus.

Während die Hamburger Fans ihre Lieblinge erstmals in dieser Saison auspfiffen, wirkte Veh nach der Punkteteilung so, als käme ihm der entgangene Rekord eine Woche vor dem brisanten Lokalderby beim FC St. Pauli ganz recht. Schließlich hatte sein Vorgänger Bruno Labbadia vor einem Jahr beim HSV einen ähnlichen Blitzstart hingelegt, konnte dann aber die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Die Hamburger Profis indes wollten mehr und waren über den ersten Punktverlust enttäuscht. «Jetzt müssen wir uns gut vorbereiten auf das Derby am Sonntag. Ich gehe davon aus, dass es dabei rauf und runtergeht, weil St. Pauli offensiver spielt, nicht mauert. Das wird ein heißer Tanz», glaubt Marcell Jansen, der nach seiner Kniereizung noch nicht wieder der Alte war.

«Wir haben eineinhalb Wochen ohne die Nationalspieler trainiert. Das merken auch die anderen Topmannschaften, dass das Zusammenspiel dann nicht ganz so gut ist», erklärte Veh, der zumindest ungeschlagen ins erste Hamburger Stadtderby am Millerntor geht. Besser als die meisten Fans hatte der Coach Piotr Trochowski gesehen, den er nach Mladen Petric und Paolo Guerrero im dritten Spiel als dritten Zehner hinter Ruud van Nistelrooy aufgeboten hatte. Der Nationalspieler agierte langsam in der Vorwärtsbewegung und wurde nach einer Stunde durch Eljero Elia ersetzt. Mathijsens Tor nach einer Ecke war zu wenig für die Ansprüche der Norddeutschen. «Wir sind offensiv gut bestückt, das werden wir schon noch hinkriegen», sagte Veh.

Zufrieden mit dem glücklich erkämpften Punkt konnte Vehs Gegenüber Dieter Hecking die Arena verlassen. In der Schlussphase hatte der Nürnberger Übungsleiter für erhitzte Gemüter gesorgt, als er einen Ball an der Seitenlinie wegkickte und nach dem anschließenden Tumult mit Hamburger Spielern auf die Tribüne musste. «Ich fand das überzogen», sagte Hecking, der sein Team nach zwei 0:4-Klatschen gegen den HSV in der Vorsaison diesmal hervorragend eingestellt hatte.

Zum nächsten Auswärtsspiel müssen die Franken am kommenden Sonntag nach Leverkusen - wenn sie erneut so energisch in die Zweikämpfe gehen, sind sie gut gerüstet. «Der von der Papierform her Unterlegene stellt sich oft hinten rein, für die andere Mannschaft ist es dann häufig schwierig. Der HSV hat wenig Mittel gefunden, ich denke, das muss auswärts unser Ansatz sein», kündigte Christian Eigler auch für die nächsten 90 Minuten bei Bayer eine Defensivstrategie an. (dpa)

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