Afrika-Cup

Hull-City-Trainer: Afrika-Stars zurück

London. Nach dem Überfall auf die togolesische Fußballnationalmannschaft in Angola hat der Trainer des Premier-League-Vereins Hull City, Phil Brown, seine beim Afrika-Cup eingesetzten Spieler zur Rückkehr nach England aufgefordert.
09.01.2010, 12:00
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London. Nach dem Überfall auf die togolesische Fußballnationalmannschaft in Angola hat der Trainer des Premier-League-Vereins Hull City, Phil Brown, seine beim Afrika-Cup eingesetzten Spieler zur Rückkehr nach England aufgefordert.

«Ich habe zwei Spieler dort, und ich will, dass sie nach Hause kommen», sagte Brown der Boulevardzeitung «The Sun». Hulls Stürmer Daniel Cousin gehört zur Nationalelf Gabuns, Mittelfeldmann Seyi Olofinjana spielt für Nigeria.

Der FC Portsmouth, der vier Spieler für den Afrika-Cup abgestellt hat, schloss sich der Forderung unter Vorbehalt an. «Die Sicherheit unserer Spieler steht an oberster Stelle, und wenn die nicht garantiert werden kann, sollten sie nach Hause geschickt werden», sagte Vereinssprecher Gary Double. Der Trainer von Aston Villa, Martin O'Neill, dessen togoischer Mittelfeldspieler Moustapha Salifou den Anschlag unverletzt überlebte, zeigte sich schockiert. «Der Verein war in Kontakt mit ihm und er hat uns versichert, dass er in Ordnung ist, allerdings sehr geschockt und bestürzt», berichtete O'Neill.

Togos Nationalkapitän und Manchester-City-Stürmer Emanuel Adebayor, der den Maschinengewehrbeschuss ebenfalls ohne Verletzungen überstand, erklärte, die Elf erwäge einen Boykott. «Wenn wir uns weiterhin nicht darauf verlassen können, dass unsere Sicherheit garantiert ist, werden wir abreisen», sagte Adebayor BBC Afrique, dem afrikanischen Radio- und Online-Dienst der BBC. (dpa)

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