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Inters "König der Löwen": Samuel Eto'o

Mailand. In der Neuauflage des Champions League-Finales gegen Bayern München setzt Titelverteidiger Inter Mailand alle Hoffnungen auf den "König der Löwen".
22.02.2011, 11:21
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Inters "König der Löwen": Samuel Eto'o

Gefahr

dpa

Mailand. In der Neuauflage des Champions League-Finales gegen Bayern München setzt Titelverteidiger Inter Mailand alle Hoffnungen auf den "König der Löwen".

Samuel Eto'o soll den im Sturm ausgedünnten Triple-Sieger im ausverkauften Giuseppe Meazza-Stadion zum Sieg im Achtelfinal-Hinspiel über den deutschen Meister schießen. Bayern-Schreck Diego Milito, der im Vorjahr beim 2:0 im Finale von Madrid beide Treffer erzielte, fällt verletzungsbedingt aus. Nun ist Kameruns Nationalstürmer gefordert.

Und der 29-Jährige weiß die schwere Bürde zu schultern: "Ich bin wieder richtig fit", versprach der zuletzt schwächelnde Goalgetter den besorgten Tifosi. Mit 15 Toren in 23 Serie-A-Spielen und einer grandiosen Champions-League-Bilanz von sieben Toren in sechs Einsätzen ist der 1,80 Meter große Angreifer in dieser Saison mit großem Abstand Inters Stürmer Nummer eins. "Das Finale von Madrid ist Vergangenheit", betonte Eto`o. Inter will sich von der Erinnerung an den Triumph im Vorjahr nicht zu Überheblichkeit verleiten lassen. "Wir denken nur an das Spiel am Mittwoch", sagte Inters Superstürmer, den die "Gazzetta dello Sport" den "König der Löwen" nennt.

Viermal bereits wurde Inter zuverlässigster Torjäger zum Spieler des Jahres in Afrika gewählt - zuletzt 2010. Vor einem Jahr konnte Eto'o als erster Fußballer überhaupt das Triple aus Meisterschaft, nationalem Pokal und Champions-League-Sieg verteidigen. Nach seinem Erfolg mit dem FC Barcelona 2009 wiederholte er den Dreifachtriumph im vergangenen Jahr mit Inter. Damit feierte der Afrikaner in Italien einen Einstand nach Maß: Inter hatte Zlatan Ibrahimovic im Sommer 2009 an "Barca" verkauft und dafür Eto'o und 45 Millionen Euro bekommen. Dem Kameruner wurde der Transfer mit einem Fünfjahresvertrag und 10,5 Millionen Euro pro Jahr versüßt.

Für Inter-Präsident Massimo Moratti ist Eto'o dieses Traumgehalt allemal wert. Schließlich waren es vor allem die Tore des Kameruners, die den schwach gestarteten Triple-Sieger in Champions-League und Meisterschaft wieder auf Kurs brachten. Beim 4:0-Sieg im Gruppenspiel gegen Werder Bremen gelang Eto'o sogar ein Hattrick. Die Bayern sind also gewarnt.

Neben dem Kameruner bleibt Trainer Leonardo nicht viel Auswahl, weil auch der im Januar verpflichtete italienische Nationalstürmer Giampalo Pazzini nicht einsetzbar ist - er hatte in dieser Saison schon für Sampdoria Genua international gespielt. So setzt der Coach auf Eto'o als einzige Spitze und auf den Aufwärtstrend seines Teams: "Bayern ist eine großartige Mannschaft, die gerade zurückkommt. Aber auch wir sind in einer guten Verfassung", meinte der Brasilianer.

In San Siro will Inter den Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale legen. "Es gibt keinen Favoriten. Am besten wir gewinnen am Mittwoch 2:0, dann wird die Aufgabe in München einfacher", erklärte der Ex-Münchner Lucio im "kicker", warnte aber vor Überheblichkeit: "Ribéry und Robben gehören zu den Besten Europas, Gomez ist in Super-Form, Müller trifft ebenfalls regelmäßig." Seinen unfreiwilligen Wechsel im Juli 2009 von München nach Mailand bezeichnet er inzwischen "als Geschenk".

Die Achse Lucio, Vize-Weltmeister Wesley Sneijder im Mittelfeld und Eto'o soll's richten. Und am Ende stärkt die Erinnerung an den Champions League-Sieg gegen die Bayern dann ja doch das Selbstvertrauen: "Man erinnert sich schon gerne an Madrid", gab Kapitän Javier Zanetti zu. Jetzt muss Eto'o nur noch die erhofften Tore liefern. (dpa)

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