Frankfurt Joker Fenin rettet 1:1 bei Daums Heimdebüt

Frankfurt/Main. Joker Martin Fenin hat Eintracht Frankfurt beim Heimdebüt von Christoph Daum vor einer bitteren Pleite bewahrt. Der Tscheche traf im Abstiegs-Duell gegen Werder Bremen nach 83 Minuten zum letztlich gerechten 1:1 (0:0).
08.04.2011, 23:00
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Frankfurt/Main. Joker Martin Fenin hat Eintracht Frankfurt beim Heimdebüt von Christoph Daum vor einer bitteren Pleite bewahrt. Der Tscheche traf im Abstiegs-Duell gegen Werder Bremen nach 83 Minuten zum letztlich gerechten 1:1 (0:0).

Pechvogel Halil Altintop hatte Daum zum Auftakt des 29. Bundesliga-Spieltages zunächst mit einem Eigentor (58.) geschockt. In einem hektischen Fußballkampf hielt der starke Gäste-Torhüter Tim Wiese am Ende vor allem gegen Franfurts Torjäger Theofanis Gekas noch einen Punkt fest.

Für das Team von Daum, das von den zwölf Rückrundenspielen nur ein einziges gewinnen konnte, bleibt mit 33 Punkten der Kampf um den Klassenverbleib schwer. Und auch Werder ist mit jetzt 34 Zählern noch längst nicht aus dem Schneider, obwohl die Bremer nun schon seit sechs Liga-Partien ungeschlagen sind. "Wir holen Punkt für Punkt. Das war auch wichtig für die Moral", wertete Frankfurts Maik Franz die Aufholjagd positiv. "Das war ein ganz wichtiges Tor", freute sich Einwechselspieler Fenin.

51 500 Zuschauer erlebten im ausverkauften Frankfurter Stadion von der ersten Minuten an Abstiegskampf pur - oft auch an der Grenze des Erlaubten. Schon nach vier Minuten sahen Frankfurts Franz und Bremens Denni Avdic Gelb; und Franz tanzte schon zeitig am Rande des Platzverweises. Als sich der 29-jährige rustikale Abwehrmann bei einem Pass von Torsten Frings einen schweren Stellungsfehler erlaubte, hätte Sandro Wagner früh die Gäste-Führung markieren können. Der agile Stürmer aber traf nur den Pfosten (9.).

Für Werder blieb das nicht die einzige Chance. "Da war alles drin", kommentierte Bremens Coach Thomas Schaaf. Marko Marin, Claudio Pizarro, der nach überstandener Sprunggelenksverletzung erst am Spieltag nach Frankfurt nachgereist und dann zeitig für den verletzten Avdic ins Spiel gekommen war, sowie Wagner verpassten weitere Möglichkeiten. Zudem forderte Werder einen Handelfmeter und haderte mit einem wegen angeblicher Torwartbehinderung nicht gegebenen Treffer von Petri Pasanen.

Die mit klareren Aktionen auftretenden Bremer ließen vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw die nötige Ruhe vermissen, verpassten das 2:0. "Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen", monierte Manager Klaus Allofs zur Pause. "Wir wussten, dass wir selbst viel Einsatz mitbringen mussten. Mit der Führung aber haben wir nicht den Schlusspunkt setzen können", sagte Schaaf. Die besten Frankfurter Torchance für die Hausherren - und das gleich in Serie - verpasste der 16-malige Saisontorschütze Gekas.

Die Eintracht mit dem erst 18-jährigen Sonny Kittel als Ochs-Ersatz suchte zwar weiter ihre Chance, die gefährlicheren Aktionen hatte zunächst weiter Werder. Marin und Pizarro in seinem 300. Bundesligaspiel hatten die komplette Frankfurter Abwehr schon doppelt ausgespielt (65.). Bei der Führung der Gäste aber musste Altintop helfen. Gekas scheiterte danach gleich dreimal aus kurzer Distanz am starken Nationalkeeper Weise (62., 64.). Doch schließlich rettete der Tscheche Fenin der Eintracht per Kopf das Remis. (dpa)

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