Klose, Klinsmann und Co. DFB-Stürmer-Legenden schwärmen von Füllkrug

Vor der WM hatten ihn nicht viele auf dem Zettel, jetzt gilt Niclas Füllkrug als großer Hoffnungsträger. Vor dem Spiel gegen Costa Rica schwärmen Stürmer-Größen von ihm und fordern einen Platz in der Startelf
01.12.2022, 11:57
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Von dpa/han

Vor der Weltmeisterschaft hatten ihn nicht viele ernsthaft auf dem Zettel, jetzt gilt Niclas Füllkrug als großer Hoffnungsträger der DFB-Elf bei der WM 2022 in Katar. Nach seinem wichtigen Tor zum 1:1 gegen Spanien und vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Costa Rica (Donnerstag, 20 Uhr) schwärmen deutsche Stürmer-Größen wie Miroslav Klose und Jürgen Klinsmann vom Star des SV Werder Bremen – und fordern ihn für die Startelf.

DFB-Rekordtorjäger Miroslav Klose sieht es als „großes Kompliment“, dass der aktuell bei der WM umjubelte Niclas Füllkrug ihn als Vorbild sieht. „So etwas zu hören ist wirklich schön, denn dann hast du ja als Fußballer auch was richtig gemacht“, sagte 2014er-Weltmeister Klose der „Bild“ (Donnerstag). Der 44-Jährige, der früher selbst für Werder Bremen spielte, lobte das Auftreten des Bremer Angreifers: „Der hebt nicht ab, er weiß, dass da noch mehr kommen muss.“

Niclas Füllkrug hatte dem deutschen Team bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar mit seinem Tor zum 1:1 gegen Spanien gute Chancen auf den Achtelfinal-Einzug verschafft. Der 29-Jährige hat in drei Länderspielen zweimal getroffen. „Er bringt ein sehr ordentliches Paket für einen Stürmer mit: Er ist abschlussstark in der Box, beidfüßig und kopfballstark“, urteilte Miroslav Klose.

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Dass Füllkrug den plötzlichen Hype eher abgeklärt sieht, wertet Klose positiv. „Wenn man sieht, wie er sich gibt und was ich aus der Mannschaft gehört habe, dann kann ich nur sagen: Das ist einfach vorbildlich. Solche Typen braucht der Fußball“, sagte der 137-malige Nationalspieler.

Werder Bremens früherer Kapitän und Ex-Nationalspieler Max Kruse fordert derweil mehr Einsatzzeit für Niclas Füllkrug bei der WM 2022 in Katar. In seinem Podcast „Der beste WM-Podcast“ mit dem Komiker Oliver Pocher bemängelte der seit Montag vereinslose Ex-Wolfsburger, dass aus seiner Sicht seit Langem im deutschen Nationalteam das Leistungsprinzip fehle. „Es ist seit Jahren so und ändert sich auch jetzt nicht. Da spielt eher weniger eine Rolle, ob du gerade im Saft bist oder nicht, sondern eher die Vita, die du in der Nationalmannschaft hast“, sagte der 34-Jährige in der am Mittwoch veröffentlichten Folge. Kruse hofft, dass Füllkrug am Donnerstag im entscheidenden Spiel um den Achtelfinal-Einzug gegen Costa Rica von Beginn an auf dem Platz steht: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Das ist meine Meinung.“

Auch Oliver Bierhoff würde auf Niclas Füllkrug setzen. „Niclas hat natürlich gezeigt, dass man auf ihn zählen kann, auch von Anfang an“, sagte der Ex-Mittelstürmer und heutige DFB-Direktor bei MagentaTV vor dem letzten Gruppenspiel. Bundestrainer Hansi Flick wolle er zwar nicht in die Aufstellung hineinreden, dennoch wäre Füllkrug für den Europameister von 1996 eine gute Option in der Startelf – gerade gegen defensiv erwartete Mittelamerikaner: „Er ist jemand, der natürlich vorne ein gewisses Gewicht reinbringt. Wir gehen davon aus, dass die Costa Ricaner da einen oder zwei Busse hinten reinstellen. Da ist natürlich ein zentraler Stürmer immer gut.“

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Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hält ebenfalls große Stücke auf Werder Bremens Niclas Füllkrug und sieht in seinem Spiel eine Renaissance des klassischen Mittelstürmers in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. „Es geht gar nicht nur um Tore. Ein präsenter Neuner schafft immer Entlastung, wenn er die Bälle festmachen kann und verteilt, dadurch ein Spiel auch beruhigen kann. Niclas Füllkrug kann das, er hat eine gute Präsenz, ist gut am Ball, das Gefühl und das Näschen für die Situationen vor dem Tor hat er sowieso“, sagte der 58 Jahre alte frühere Mittelstürmer im Interview des „Kicker“ und folgerte: „Für mich ist es eine Wiederbelebung der Nummer 9, die hier stattfindet.“ 1990er-Weltmeister Klinsmann weiter: „Mir als ehemaligem Stürmer geht das Herz auf, wenn es mit einem echten Neuner funktioniert.“ 

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