Bundesliga Kurz-Trainingslager: "Stani" zieht letzten Trumpf

Hamburg. 24 Stunden früher als vorgesehen startet Holger Stanislawski mit dem Tabellenletzten FC St. Pauli zum Punktspiel nach Kaiserslautern. Der Kiez-Club will im Abstiegskampf noch einmal all seine Kräfte bündeln.
26.04.2011, 15:44
Lesedauer: 2 Min
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Hamburg. 24 Stunden früher als vorgesehen startet Holger Stanislawski mit dem Tabellenletzten FC St. Pauli zum Punktspiel nach Kaiserslautern. Der Kiez-Club will im Abstiegskampf noch einmal all seine Kräfte bündeln.

Holger Stanislawski zieht seinen letzten Trumpf. Mit einem Kurz-Trainingslager vor dem "Finale" in Kaiserslautern versucht der trotz des feststehenden Wechsels nach Hoffenheim wie immer engagierte Fußball-Lehrer noch einmal alles, um den drohenden Abstieg seines FC St. Pauli zu verhindern. Schon an diesem Mittwoch wird der Kiez-Club nach dem Motto "Der Letzte wird der Erste sein" sein Mannschaftsquartier in der Pfalz beziehen, um die Kräfte für die wohl letzte Chance zur Wende im Bundesligaspiel beim Mit-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern am Freitag zu bündeln.

"Wir haben die Chance, in den letzten drei Spielen noch einmal alles zu probieren. Dafür steht der FC St. Pauli", betonte Trainer Holger Stanislawski am Dienstag auf einer um 24 Stunden vorgezogenen Pressekonferenz im Hamburg. Er hofft, dass sein Team gegen den fast schon geretteten Gegner wie beim 1:0-Heimsieg in der Hinrunde eine längere Durststrecke beenden kann. "Dieses Erlebnis aus der Hinrunde ist ein gutes Omen", meinte Stanislawski, dessen Mannschaft nach nur einem Punkt aus neun sieglosen Begegnungen jetzt die Wende braucht.

Denn durch die Pleitenserie ist aus der damals besten Rückrunden-Mannschaft, die zuletzt am 16. Februar beim 1:0 im Derby beim HSV einen Sieg erzielen konnte, der Abstiegskandidat Nummer 1 geworden. "Das zeigt, wie eng alles ist. Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage", weiß Stanislawski, der seinen Kader deshalb auch früher als üblich zusammenzieht. Nach dem schwachen Heim-Auftritt gegen Werder Bremen (1:3) hat er schon in Einzelgesprächen versucht, seine verunsicherte Truppe aufzubauen. "Meine Jungs haben keinen freien Tag gehabt. Sie sind jetzt sehr fokussiert und konzentriert."

Nun sei alles reine Kopfsache. "Nichts ist schlimmer, als im Kopf zu glauben, man kann es nicht mehr schaffen. Meine Jungs müssen den Kopf nach oben richten", forderte der Coach. Pech, dass ausgerechnet Fabian Boll ihm nicht helfen kann. Der Mittelfeldmotor, der trotz zweier gerissener Bänder im Knöchel zuletzt immer wieder auf die Zähne gebissen und sich mit Spritzen in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, fällt am Freitag aus.

Dennis Daube soll Boll, der trotz der sportlichen Talfahrt stets zu den Besten seines Teams zählte, ersetzen. Auch Thomas Kessler wird nicht rechtzeitig fit - für ihn soll wie gegen Werder Benedikt Pliquett zwischen den Pfosten stehen. (dpa)

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