Die WM-Pläne des Bundestrainers Löw: "Wir haben keine Stammspieler"

Santo Andre. Jetzt spricht der Bundestrainer über seine WM-Pläne. Auf einer Pressekonferenz hat Joachim Löw Auskunft Cristiano Ronaldo, Mesut Özil, Philipp Lahm und seine Stammelf gegeben.
13.06.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Löw:
Von Marc Hagedorn

Der Bundestrainer trat so auf, wie man das von ihm kennt. Joachim Löw kam am Donnerstag im modischen blauen Pulli zu seiner ersten Pressekonferenz, seitdem er in Brasilien ist. Löw trank einen Espresso aus dem Becher, ansonsten lächelte er viel, sehr viel. Löw, das muss man wenige Tage vor dem ersten deutschen Auftritt bei dieser Weltmeisterschaft sagen, kommt extrem entspannt daher. „Ich fühle mich gut. Ich bin konzentriert, ich freue mich auf die WM“, sagte Löw. Außerdem äußerte sich der 54-Jährige zu Land und Leuten, zur Mannschaft und zur Mentalität. Löw über . . .

das Campo Bahia:

„Ich kann jetzt schon sagen: Wir haben uns absolut richtig entschieden. Die Bedingungen hier sind hervorragend: die Nähe zum Platz, der Zustand des Rasens. Die ganze Anlage ist hervorragend. Und wir lassen uns von einem tropfenden Wasserhahn oder einer nicht funktionierenden Steckdose nicht beeinflussen.“

die Eingewöhnung:

„Mental ist die Mannschaft in einem sehr guten Zustand. In den letzten Tagen konnten wir uns an die Wärme und Feuchtigkeit gewöhnen. Man hat im Vorfeld ja viel darüber gesprochen, aber man muss es selbst erleben. Wir haben auch schon einmal zwei Stunden trainiert, wollten ganz bewusst in den roten Bereich vordringen. Im Moment sind alle einsatzfähig, auch Manuel Neuer hat die Einheiten mit der Mannschaft absolviert.“

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den ersten Gegner Portugal:

„Mit Portugal treffen wir auf eine Mannschaft, die in der Weltrangliste nur knapp hinter uns ist. Sie sind Weltmeister im Konterspiel, das ist ihre ganz große Stärke, unabhängig davon, ob Cristiano Ronaldo spielt. Für uns wäre es sehr gut, wenn wir im ersten Spiel ein Ausrufezeichen setzen könnten.“

Cristiano Ronaldo:

„Wenn er im Tempo ist, kann man ihn kaum aufhalten. Aber Jérôme Boateng und Philipp Lahm haben ihn schon ein paar Mal gut in Schach gehalten. Ronaldo macht die besten Laufwege, die es gibt. Er schleicht sich in die Räume, in den toten Winkel. Ihn darf man buchstäblich nie aus den Augen verlieren.“

Mesut Özil:

„Er hat gegen Armenien in der zweiten Halbzeit gezeigt, was in ihm stecken kann. Er ist ein Spieler, der entscheidende Bälle in die Spitze spielen kann. Er macht jeden Tag Fortschritte, auch körperlich. Er ist ein sehr wichtiger Spieler, der Entscheidendes tun kann in diesem Turnier.“

Philipp Lahm:

„Er hat gegen Armenien im Mittelfeld gespielt. Ich bin sicher, dass dies auch die Lösung gegen Portugal sein wird.“

eine Stammelf:

„Wir haben keine Stammspieler, wir haben WM-Teilnehmer. 23 sind es, die alle in jeder Sekunde in Alarmbereitschaft sein müssen. Bei diesen Temperaturen beginnt vielleicht in der zweiten Halbzeit eine zweite Phase im Spiel. Dann ist es wahrscheinlich so, dass wir drei Spieler einwechseln, die der Mannschaft dann neue Energie geben müssen. Im Zweifelsfall machen diese Spieler den Unterschied aus.“

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Ausschreitungen in Rio und São Paulo:

„Über die Demonstrationen, die auch im vergangenen Jahr beim Confed-Cup passiert sind, haben wir mit der Mannschaft gesprochen. Ich unterstütze das, was diese Leute einfordern: Bildung, Gesundheit – das ist elementar. Die Leute, die für so etwas eintreten, tun das Richtige, wenn es friedlich abläuft.“

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