Lyon Louis van Gaal: «Können im Finale jeden schlagen»

Lyon. Fragen an Trainer Louis van Gaal nach dem Einzug des FC Bayern München ins Champions-League-Finale am 22. Mai in Madrid.
28.04.2010, 14:22
Lesedauer: 1 Min
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Lyon. Fragen an Trainer Louis van Gaal nach dem Einzug des FC Bayern München ins Champions-League-Finale am 22. Mai in Madrid.

Wie war die Party nach dem 3:0 gegen Olympique Lyon?

Van Gaal:«Wir haben keine Party gehalten, denke ich - oder ich weiß von nichts. Ich habe gesagt, dass wir noch nichts gewonnen haben. Ich habe Erfahrung damit. Gestern Abend nach dem Spiel ist die Vorbereitung für Bochum gestartet.»

Wie stolz sind Sie auf die Mannschaft, auch wenn sie noch keinen Titel gewonnen hat?

Van Gaal:«Ja, ich denke, wir leisten Unglaubliches mit dieser Mannschaft. Wir sind noch da in drei Wettbewerben, unglaublich. Das hätte ich nicht erwartet am Anfang. Wir können stolz sein.»

Sie haben kürzlich halb im Scherz gesagt, «wenn wir drei Titel holen, gehe ich». Käme es so?

Van Gaal:«Das ist die große Frage natürlich. Normalerweise kann ich mich dann nicht mehr verbessern. Dann habe ich alles wieder erreicht.»

Aber Sie halten laufende Verträge doch ein, oder? Ihrer bei Bayern läuft bis 30. Juni 2011?

Van Gaal:«Normalerweise mache ich das. Und ich habe auch schon mit (dem aus Leverkusen zurückkehrenden) Toni Kroos gesprochen. Ich kann das nicht machen, dass ich weggehe.»

Sie haben tatsächlich direkt nach dem Spiel schon wieder den Fokus auf das Bundesligaspiel gegen Bochum gerichtet?

Van Gaal:«Ich sage nochmal: Wir haben noch nichts gewonnen. Wenn wir alles verlieren, spricht niemand mehr über Bayern München, nein, dann ist das im allgemeinen Sinne negativ.»

Haben Sie einen Wunschgegner für das Finale?

Van Gaal:«Ich habe vom Tag eins an immer den FC Barcelona meinen Spielern als Beispiel vorgehalten. Es wäre unglaublich, gegen diese Mannschaft im Finale zu spielen. Aber in einem Finale können wir jeden Gegner schlagen. Gegen Inter Mailand hätten wir mehr Chancen.»

Anatoli Timoschtschuk fehlte in Lyon, weil es bei der Schwangerschaft seiner Frau, die Zwillinge erwartet, Komplikationen gibt. Hatten Sie mit der Mannschaft vorher gesprochen, auch für ihn zu spielen?

Van Gaal:«Nein, nein. Wir denken, dass wir Anatoli in Ruhe lassen müssen. Das ist das Wichtigste für ihn, seine Frau und seine Kinder.»   

Aufgezeichnet von Klaus Bergmann, dpa (dpa)

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