Länderspiel Deutschland gegen Argentinien Maradona hat keine Revanchegelüste

Bremen. Argentiniens Nationaltrainer Diego Armando Maradona will vor dem Länderspiel Deutschland gegen Argentinien am Mittwochabend von einer Revanche für das argentinische WM-Aus 2006 nichts wissen. Damals war Maradona, der immer für neue Schlagzeilen gut ist, noch Zuschauer.
03.03.2010, 13:49
Lesedauer: 1 Min
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Maradona hat keine Revanchegelüste
Von Daniel Stöckel

Bremen. Diego Armando Maradona hat schon immer für Schlagzeilen gesorgt. Der heutige Nationaltrainer Argentiniens sorgte in seiner aktiven Karriere für einen der berühmtesten Momente des Sports überhaupt. Maradona hatte im Weltmeisterschafts-Viertelfinale am 22. Juni 1986 im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt beim 2:1 über England das 1:0 (51. Minute) für die Argentinier erzielt.

Dabei überwand er den verdutzten Torwart Shilton per Hand. "Es war die Hand Gottes und der Kopf Maradonas", erklärte er nach dem Spiel, in dem ihm auch noch das 2:0 (54./Gegentor Linaker 80.) gelang. Erst viele Jahre später bat Maradona um Verzeihung für das eigentlich ungültige Tor.

Auch bei der WM 1994 sorgte Maradona für Aufsehen: Bei einer Dopingprobe wurde bei ihm die verbotene Substanz Ephedrin festgestellt. Der damals 33-Jährige wurde daraufhin vom Fußball-Weltverband FIFA aus dem Turnier und aus allen sportlichen Aktivitäten ausgeschlossen.

Fettsucht und Kokainmissbrauch

Nach einem Herzinfarkt und von Fettsucht und Kokainmissbrauch gezeichnet, musste Maradona im Jahr 2000 in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Es folgten unter anderem mehrere Entziehungskuren.

Im Oktober 2008 gab der Argentinische Fußball-Verband bekannt, dass Diego Maradona der neue Trainer der Argentinischen Nationalmannschaft wird. Obwohl er kaum über Erfahrung als Fußballtrainer verfügte, setzte er sich nach einem Gespräch mit dem argentinischen Verbands-Präsidenten Julio Grondona unter anderem gegen Sergio Batista, den ehemaligen Rekordnationalspieler Diego Simeone, Miguel Angel Russo und Carlos Bianchi durch.

Nach der erfolgreichen Qualifikation zu Fußball-WM 2010 sorgte er mit vulgären Aussagen über seine Kritiker auf einer Pressekonferenz – wieder mal - für einen Skandal.

"Das ist Vergangenheit"

Vor dem Spiel gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwochabend (20.45 Uhr) in München will Maradona von einer „Revanche“ nichts wissen. Bei der WM 2006 verloren die „Gauchos“ unter den Augen Maradonas das Viertelfinale gegen die DFB-Elf nach Elfmeterschießen. „Das ist durch, das ist Vergangenheit."

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