Wales Matthäus und Hitzfeld vor EM-Aus - Villa stark

Berlin. Hitzfeld und Matthäus vor dem kollektiven K.o., Weltmeister Spanien dank Rekordmann Villa souverän und einige aufmüpfige Außenseiter - auf dem Weg zur EM 2012 wird es schon bald die ersten großen Verlierer geben.
27.03.2011, 14:02
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Berlin. Hitzfeld und Matthäus vor dem kollektiven K.o., Weltmeister Spanien dank Rekordmann Villa souverän und einige aufmüpfige Außenseiter - auf dem Weg zur EM 2012 wird es schon bald die ersten großen Verlierer geben.

Die Schweiz mit Trainer Ottmar Hitzfeld, Bulgarien unter Coach Lothar Matthäus und der deutsche Gruppenkontrahent Österreich drohen die Fußball-Europameisterschaft im kommenden Jahr in Polen und der Ukraine zu verpassen. "Heute hat kein Team einen Punkt gewonnen, sondern beide zwei Punkte verloren", sagte DFB-Rekordnationalspieler Matthäus nach dem nutzlosen 0:0 seiner Bulgaren gegen die Eidgenossen. "Dieses Ergebnis hilft keinem weiter", erklärte der 50-Jährige. "Gelaufen ist diese Qualifikation noch nicht. Ich glaube daran, dass wir das Wunder noch schaffen können", sagte Hitzfeld. "Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Hinter Montenegro und dem neuen Tabellenführer England (beide 10 Punkte) rangieren beide Teams aber mit je vier Punkten bei vier noch ausstehenden Spielen auf den Plätzen drei und vier der Gruppe G. Die "Three Lions" gewannen in Wales locker mit 2:0. Am 4. Juni müssen die Schweizer auf die Insel - bei einer zu erwartenden Niederlage in England ist das EM-Rennen wohl gelaufen.

"Jetzt müssen wir versuchen, in England zu gewinnen", forderte Hitzfeld. "Gegen Spanien gelang uns ja schon einmal ein kleines Wunder", meinte der 62-Jährige im Rückblick auf den 1:0-Sieg zum WM-Auftakt 2010 gegen den späteren Weltmeister. "Solange man rechnerisch eine Chance hat, muss man alles dafür tun. Wir müssen jetzt halt in England eine Überraschung schaffen."

Während sich die großen Europäer wie die makellose DFB-Elf, Spanien, Niederlande, Frankreich, Italien oder England allmählich um die Reiseplanung für das Kontinentalturnier kümmern können, lassen zur Halbzeit der EM-Qualifikation auch einige Außenseiter aufhorchen.

Georgien feierte dank eines Last-Minute-Treffers des Berliner Zweitliga-Profis Lewan Kobiaschwili einen überraschenden 1:0-Erfolg gegen Kroatien und kann mit einem Sieg in Israel an diesem Dienstag sogar die Tabellenführung in Gruppe F vor Griechenland übernehmen. In Gruppe F kämpft Albanien nach dem 1:0 gegen Weißrussland (beide 8 Punkte) um Platz zwei hinter den wiedererstarkten Franzosen (12). Armenien (8) trotzte Russland ein 0:0 ab und ist nun seit vier Spielen unbesiegt. In Gruppe B tummeln sich Irland, Russland und die Slowakei (alle 10) vor Underdog Armenien an den Spitzenplätzen.

Nach dem 2:1 gegen Tschechien und dem vierten Sieg im vierten Spiel feierte Spanien den Doppel-Torschützen Villa, der mit 46 Treffern Rekordtorschütze der Iberer ist und Schalkes Raúl entthront hat. Vor der nächsten Partie in Kaunas gegen Litauen am Dienstag sorgen sich die Spanier auf dem dortigen "Kartoffelacker" aber um die Gesundheit seiner teuren Stars. Auch Italien (1:0 in Slowenien), Frankreich (2:0 in Luxemburg) und der WM-Zweite Niederlande (4:0 in Ungarn) festigten nach Siegen in der Fremde ihre Führungspositionen.

Heikler als der schmucklose Erfolg beim Schlusslicht wird für Frankreich und Franck Ribéry der Auftritt im Testspiel gegen Kroatien am Dienstag. Erstmals nach dem WM-Fiasko spielt der Bayern- Star wieder zu Hause. Die heimischen Fans lehnen laut Umfragen das Comeback des WM-Rebellen mehrheitlich ab. Gibt es Pfiffe in Paris?

Missmutig gestimmt sind in jedem Fall die Anhänger der Österreicher, die nach dem 0:2 gegen Belgien in der Türkei mächtig unter Druck stehen. In der "Hölle von Istanbul" kämpft auch Teamchef Dietmar Constantini um seinen Job. Abwehrchef Emanuel Pogatetz von Hannover 96 prophezeite jedenfalls: "In der Türkei ist es noch um ein Hauseck schwerer als zu Hause gegen Belgien." (dpa)

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