3. Liga Mitglieder verweigern Jenaer Präsidium die Entlastung

Jena ­ Die Mitgliederversammlung von Fußball-Drittligist FC Carl-Zeiss Jena endete für Präsident Hartmut Beyer mit einer Enttäuschung. Die 392 anwesenden Mitglieder sprachen dem Präsidium nicht das Vertrauen aus und entlasteten es nicht. «Natürlich bin ich enttäuscht», sagte Beyer.
12.09.2010, 11:01
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Jena ­ Die Mitgliederversammlung von Fußball-Drittligist FC Carl-Zeiss Jena endete für Präsident Hartmut Beyer mit einer Enttäuschung. Die 392 anwesenden Mitglieder sprachen dem Präsidium nicht das Vertrauen aus und entlasteten es nicht. «Natürlich bin ich enttäuscht», sagte Beyer.

130 Mitglieder stimmten gegen die Entlastung, 115 dafür und 49 Anwesende enthielten sich. Der Aufsichtsrat wurde hingegen offiziell entlastet. Juristisch habe diese Ergebnisse aber keine Folgen, wie Beyer erklärte.

In der Mensa der Jenaer Fachhochschule trafen sich die Vertreter des Fußball-Clubs, um das vergangene Jahr aufzuarbeiten. «Vor allem im wirtschaftlichen Bereich hatten wir große Herausforderungen zu bewältigen. Uns drohte im Dezember 2009 die Insolvenz, außerdem mussten wir Bürgschaften in Höhe von fast einer Million Euro beim Deutschen-Fußball-Bund hinterlegen», betonte Beyer. Doch die Ostthüringer schafften in letzter Sekunde die Rettung. Jetzt soll mit Hilfe eines Maßnahmenkataloges schnell die Konsolidierung geschafft werden. «Das muss unser oberstes Ziel sein», erklärte Beyer. Die Jenaer Spielbetriebs GmbH beendete zum 30. Juni 2010 das Geschäftsjahr mit einem operativen Minus von über 1,7 Millionen Euro. Die laufende Saison plant der Klub optimistisch mit einem Minus von 1000 Euro.

In den neuen Aufsichtsrat des FC Carl Zeiss wurden Dr. Reinhard Töpel, Tom Hilliger, Mike Ukena, Dr. Hermann Kraft und Gerd Brunner gewählt. Vorsitzender des Gremiums bleibt Töpel, der zugleich Chef von Jenas Hauptsponsor («Reico») ist. «Ich bin sehr glücklich über das Vertrauen der Mitglieder. Ich werde weiterhin alles dafür tun, dass es mit dem Verein voran geht», sagte Töpel und fügte hinzu: «Alle hier müssen mehr leisten und sich voll für den Verein engagieren. Wir müssen ganz schnell aus der 3. Liga heraus und den Blick nach oben richten.» Töpel selbst pumpte mit seinem Unternehmen in den vergangenen drei Jahren etwa 500 000 Euro in den Verein und will auch in der Zukunft mit gutem Beispiel voran gehen. «Für mich ist das eine Herzensangelegenheit», betonte der Aufsichtsratsvorsitzende. (dpa)

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