Fußball Nach WM-Fiasko: «Ruhige Revolution» in Frankreich

Paris. Das Reinemachen nach dem WM-Fiasko setzt sich im französischen Fußball fort. Bei einem Gipfeltreffen in Paris mit Politikern sowie Vertretern des Profi- und Amateursports ist eine neue Organisationsstruktur des Nationalverbandes FFF beschlossen worden.
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Paris. Das Reinemachen nach dem WM-Fiasko setzt sich im französischen Fußball fort. Bei einem Gipfeltreffen in Paris mit Politikern sowie Vertretern des Profi- und Amateursports ist eine neue Organisationsstruktur des Nationalverbandes FFF beschlossen worden.

Die Abhaltung der Konferenz war von Staatspräsident Nicolas Sarkozy unmittelbar nach dem Debakel der «Bleus» in Südafrika vor rund vier Monaten gefordert worden. «Das ist eine ruhige Revolution», lautete nun die Bilanz des Chefs der Profiliga (LFP), Frédéric Thiriez, zum Abschluss der zweitägigen Debatten.

Unter den beschlossenen Reformen wurde von den Medien das neue Wahlsystem zur Bestimmung des FFF-Präsidenten hervorgehoben, die künftig in geheimer Abstimmung erfolgen wird. Am 18. Dezember steht die FFF-Bundesversammlung auf dem Programm, bei der der neue starke Mann des Verbands gewählt werden soll. Außerdem sollen ein Exekutivkomitee und eine «Hohe Behörde» mit Aufsichtsfunktion ins Leben gerufen werden.

Die beschlossenen Maßnahmen sollen verhindern, dass die «Équipe tricolore» jemals wieder eine derart peinliche Vorstellung wie in Südafrika abliefert. Das Team um FC-Bayern-Star Franck Ribéry war nach der Vorrunde sieglos ausgeschieden. Auch außerhalb des Platzes gab der Weltmeister von 1998 mit Querelen und Intrigen ein desaströses Bild ab. (dpa)

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