Erstes Training beim FC Oberneuland Neuzugang Ailton läuft vorneweg

Bremen. Stürmer Ailton hat am Montag beim FC Oberneuland seine erste Trainingseinheit absolviert. "Meine Spezialität", sagte der Brasilianer zum Regenerationslauf im Dauerregen. "Er ist vorneweg gelaufen", so Trainer Mike Barten.
27.07.2010, 09:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye

Bremen. Da kann kommen, wer will - Mike Barten hat einen genauen Plan, wie er den FC Oberneuland auf die Fußballregionalliga vorbereiten will. Davon weicht er auch dann nicht ab, wenn ein prominenter Neuzugang seine erste Einheit absolviert. Weil der FCO also am Sonntag noch dank eines 4:1-Erfolgs über den Bremer SV den dritten Rang beim Turnier in Löhnhorst belegt hatte, war am Montag ein Regenerationslauf angesagt. Im Dauerregen. Welch ein Einstand für Ailton.

"Meine Spezialität", meinte der Brasilianer zu dieser faden Einheit denn auch. Er sah dabei aber nicht so aus, als ob er es tatsächlich so meinte. Laufen ist nur etwas für Ailton, wenn weiter hinten ein Tor steht, in das er einen Ball schießen kann. Das weiß man in Bremen. Andererseits wird vom mittlerweile 37-Jährigen Ailton erwartet, dass er die jungen Kicker des Viertligisten führt und ein gutes Vorbild abgibt. "Er ist vorneweg gelaufen", sagte Mike Barten nach rund einer Stunde durch Oberneuland. Lächelnd fügte der Trainer hinzu, dass er dies "bei Werder nicht ein Mal" erlebt hatte.

"Ich muss immer lachen"

Er kommt langsam an, der Kugelblitz. Weil es eigentlich auch gar nicht anders geht. "Bremen ist meine Stadt", bestätigte Ailton gestern noch einmal, warum es nach vielen erfolglosen Stationen nun endlich wieder klappen soll. Ständig klingelte in den vergangenen Tagen des Telefon des Stürmers. 'Für die Leute ist das sensationell, für mich auch', sagt Ailton und lacht. Er braucht das: "Ich muss immer lachen."

In rund einer Woche - wenn er statt zu laufen auch mal Fußball gespielt hat mit den anderen - traut er sich eine Einschätzung seiner neuen Mannschaft zu. "Dann kann man über das Potenzial sprechen", so Ailton. Seinen Kollegen geht es ähnlich. Noch lässt sich nicht genau sagen, was den FCO mit dem bekannten Stürmer erwartet. Dass sie profitieren von ihm, steht für die Regionalligakicker aber außer Frage. Etwa weil der Verein nun "positive Schlagzeilen" schreibt (Torhüter Christian Ceglarek) und weil man sich "etwas abgucken" kann (Stürmer Mike Behrens).

Klar ist dem Team aber auch, dass es mithelfen muss, soll die Integration des Neuen gelingen. "Wie gut das klappt, hängt auch von der Mannschaft ab", meint etwa Fabrizio Muzzicato, und Marin Mandic findet, Ailton könne nur dann richtig durchstarten, wenn "er sich heimisch fühlt und wir ihn auf dem Platz unterstützen." Der Innenverteidiger setzt neben den vielen Toren, die der Zugang zum Erfolg beisteuern könnte, noch auf einen anderen Effekt: "Die Gegner werden sich auf ihn konzentrieren, und das kann ein Vorteil für uns sein." Läuft Ailton auch in Zukunft vorne weg, kann diese Rechnung aufgehen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+