Bochum Nordkoreaner trifft: Bochum startet mit 3:2-Sieg

Bochum. Die ersten Tore eines Nordkoreaners im deutschen Profi-Fußball haben dem VfL Bochum einen siegreichen Start in die 2. Fußball-Bundesliga beschert. Beim 3:2 (2:1) des Erstliga-Absteigers gegen den TSV 1860 München erzielte Chong Tese in der 38. und 46. Minute zwei Kopfballtreffer.
24.08.2010, 09:00
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Bochum. Die ersten Tore eines Nordkoreaners im deutschen Profi-Fußball haben dem VfL Bochum einen siegreichen Start in die 2. Fußball-Bundesliga beschert. Beim 3:2 (2:1) des Erstliga-Absteigers gegen den TSV 1860 München erzielte Chong Tese in der 38. und 46. Minute zwei Kopfballtreffer.

Damit feierte der neue Trainer Friedhelm Funkel durch seinen Neuzugang nach der Pokal-Pleite ein erfolgreiches Zweitliga-Debüt in Bochum. Giovanni Federico (13.) hatte die VfL-Führung erzielt, Djordje Rakic (23.) zwischenzeitlich für die «Löwen» ausgeglichen - dann markierte WM-Teilnehmer Chong Tese vor 12 118 Zuschauern im Bochumer Stadion seinen Doppelpack. Benjamin Lauth (59.) gelang nur noch der Anschluss. Für die «Löwen» war es bereits der 13. vergebliche Versuch, erstmals ein Pflichtspiel in Bochum zu gewinnen.

«Wir hatten keine andere Wahl, als aggressiv in das Spiel zu gehen», sagte Tese. VfL-Trainer Friedhelm Funkel lobte zwar den Matchwinner, meinte aber auch: «Tese braucht noch eine gewisse Zeit. Man hat gesehen, dass er nach 65, 70 Minuten kaputt war.» Funkel kritisierte zudem die Defensive: «Die zwei Tore, die wir bekommen haben, das waren Anfängerfehler.»

Sein Münchner Kollege Reiner Maurer beklagte, dass kurz vor dem 1:0 eine Attacke an Lauth im Strafraum ungeahndet blieb, obwohl der Stürmer im Gesicht getroffen wurde. «Das ist ein hundertprozentig ein Elfmeter, da gibt es keine zwei Meinungen», betonte Maurer und lobte sein Team: «Wir haben Moral gezeigt, nie aufgesteckt, da können wir drauf aufbauen.»

Maurers junge Mannschaft, in der nach 17 Monaten Verletzungspause Kapitän Daniel Bierofka sein Liga-Comeback feierte, gestaltete die Partie offen. Vor allem der erst 17-jährige Moritz Leitner setzte seine Mitspieler oftmals gut in Szene. Doch in der Offensive ließen die Gäste gegen eine wackelige Bochumer Hintermannschaft trotz zahlreicher Möglichkeiten die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Die Bochumer mit fünf Neuzugängen in der Startformation agierten bei Ballbesitz mit langen Flanken nach vorne, und besonders Mahir Saglik sowie Chong Tese sorgten stets für Gefahr vor dem Tor von «Löwen»-Keeper Gabor Király. (dpa)

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