Bochum Nürnberg schöpft Hoffnung: 0:0 in Bochum

Bochum. Der 1. FC Nürnberg schöpft neuen Mut im Abstiegskampf. Nach einer zumindest in kämpferischer Hinsicht ansprechenden Leistung verbuchte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking mit dem 0:0 beim VfL Bochum einen Teilerfolg.
27.02.2010, 18:51
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Bochum. Der 1. FC Nürnberg schöpft neuen Mut im Abstiegskampf. Nach einer zumindest in kämpferischer Hinsicht ansprechenden Leistung verbuchte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking mit dem 0:0 beim VfL Bochum einen Teilerfolg.

Das Spiel war dürftig, sorgte aber Zufriedenheit. Mit der trostlosen Nullnummer beim VfL Bochum konnte Dieter Hecking gut leben. «Ich weiß nicht, warum ich damit nicht zufrieden sein sollte», sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg, «wir haben erneut defensiv sehr kompakt gestanden.» Nach einer in kämpferischer und taktischer Hinsicht ansprechenden Leistung gelang seinem Team zumindest für 24 Stunden der Sprung auf den Relegationsplatz. Neben dem Wermutstropfen der Gelb-Roten Karte für Albert Bunjaku (88. Minute) wegen einer Unsportlichkeit gab Hecking die mangelnde Durchschlagskraft im Spiel nach vorn zu denken: «Die letzte Geilheit vor dem Tor fehlt uns noch immer.»

Wie schon beim 1:1 gegen den FC Bayern am vorigen Spieltag ließ sein Team einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen. Dagegen verpassten die Bochumer vor 24 780 Zuschauern im Rewirpower-Stadion die Chance, sich wohl endgültig aus der Gefahrenzone der Fußball-Bundesliga zu verabschieden. Immerhin konnte sich VfL-Trainer Heiko Herrlich mit der Erkenntnis trösten, dass sein Team auch im achten Spiel in Serie ohne Niederlage blieb. Der Coach warb bei den Fans um Verständnis für die schwache Partie: «Das war sicher kein Leckerbissen. Aber man darf nicht vergessen, woher wir kommen - vom 17. Tabellenplatz.»

Trotz des Ausfalls von Abwehrspieler Breno, der aufgrund eines Darminfekts passen musste und durch Dominik Maroh gut vertreten wurde, erwiesen sich die Gäste als mindestens gleichwertig. Die bessere Spielanlage und das Plus beim Ballbesitz machten sich jedoch nicht bezahlt. Der zu zögerliche Torjäger Bunjaku (20.) und Abwehrspieler Maroh (22.), dessen Kopfball das Tor knapp verfehlte, vergaben die mögliche Führung. Dagegen taten sich die zuletzt hochgelobten Gastgeber mit dem Spielaufbau schwerer. Nur bei einem Fernschuss von Christoph Dabrowski (23.) war Torgefahr erkennbar.

Nicht zuletzt wegen fehlender Torraumszenen hielt sich der Unterhaltungswert der Partie über weite Strecken in Grenzen. Erst kurz vor der Pause tat sich etwas: Zunächst traf Nürnbergs Angreifer Eric-Maxim Choupo-Moting das Außennetz (37.). Sieben Minuten später klärte Gäste-Keeper Raphael Schäfer zweimal in höchster Not gegen Dabrowski. Den Nachschuss von Stanislav Sestak klärte Pinola auf der Linie.

Auch nach Wiederanpfiff blieb das Spielniveau bescheiden. Dazu trug vor allem der VfL bei, der die Nürnberger Abwehr vor wenig Probleme stellte. Zwar erhöhte Bochum den Druck, blieb dabei aber harmlos. Bis auf einen Fernschuss von Lewis Holtby (61.) geriet das Tor von FCN-Keeper Schäfer nicht wirklich ernsthaft in Gefahr. So bereitete es Nürnberg wenig Probleme, den verdienten Teilerfolg über die Zeit zu retten. Daran änderte auch Bunjakus Ampelkarte nichts.

Für Aufregung jenseits des Rasens sorgten Nürnberger Anhänger beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern in ihrem Fanblock kurz vor Anpfiff. Dabei wurden nach Informationen des Bochumer Stadionsprechers acht Zuschauer verletzt, zwei davon schwer. Sie mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. «Das ist ein Unding. Da ist ein gehöriger Schuss Dummheit dabei, den man verurteilen muss», kommentierte Hecking. (dpa)

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