Fußball Özil untergetaucht: Real erringt Arbeitssieg

Madrid. Özil untergetaucht, aber Real im Glück: Trotz einer schwachen Partie seines Spielmachers Mesut Özil gelang Real Madrid ein glücklicher 2:1 (0:0)-Sieg beim Aufsteiger Real Sociedad San Sebastián.
19.09.2010, 14:20
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Madrid. Özil untergetaucht, aber Real im Glück: Trotz einer schwachen Partie seines Spielmachers Mesut Özil gelang Real Madrid ein glücklicher 2:1 (0:0)-Sieg beim Aufsteiger Real Sociedad San Sebastián.

Damit eroberte der spanische Rekordmeister für wenigstens 24 Stunden die Tabellenführung in der Primera División. Der zuletzt als aufgehender Stern am Fußballhimmel gefeierte Özil fand in der kampfbetonten Partie nie ins Spiel.

Der deutsche Nationalspieler trat kaum in Erscheinung und wurde nach 76 Minuten ausgewechselt. Dagegen lieferte sein Landsmann Sami Khedira eine solide Partie und spielte 90 Minuten durch. «Das war nicht der glänzende Özil, den wir in den vorigen Spielen erlebt haben, sondern eine graue Version», schrieb die Sportzeitung «Marca». «Ein Spiel, in dem Real nicht den Ton angibt, liegt dem Ex-Bremer nicht.» Das Konkurrenzblatt «As» meinte: «Özil benötigt eine hohe Einbeziehung in das Spiel. Wenn er nicht ständig den Ball bekommt, verliert er den Mut und verabschiedet sich.»

Özil & Co hatten mit den Basken überraschend viel Mühe. Der Aufsteiger war dem Favoriten zeitweise sogar spielerisch überlegen, vergab aber seine Torchancen. Der Argentinier Angel di María brachte die Madrilenen in der 50. Minute in Führung, aber Raúl Tamudo (61.) glich wenig später aus. Cristiano Ronaldo (74.) erzielte mit einem Glücksschuss den Siegtreffer für Real: Ein direkter Freistoß des Portugiesen wurde von dem in der Mauer stehenden Pepe so abgefälscht, dass der Ball unhaltbar ins Netz flog.

Für «CR7» ging damit eine mehr als viermonatige Durststrecke ohne Torerfolg zu Ende. Der teuerste Fußballer der Welt hatte seit dem 8. Mai keinen Treffer für die Madrilenen erzielt. Allerdings hatte der Portugiese wenig Grund zur Freude: Er musste sich erneut vorhalten lassen, zu eigensinnig gespielt zu haben.

Noch größer war der Ärger bei seinem Landsmann José Mourinho. Der Real-Trainer darf nicht als «Retter» für die portugiesische Nationalelf einspringen. Die «Königlichen» leihen ihren Coach nicht an Portugal aus. «Die Sache hat sich erledigt», teilte Reals Generaldirektor Jorge Valdano mit. Clubchef Florentino Pérez hatte zuvor dem portugiesischen Verbandspräsidenten Gilberto Madail nach Medienberichten eine Absage erteilt.

Madail hatte darum gebeten, dass Mourinho die Nationalelf bei den nächsten Qualifikationsspielen für die Europameisterschaft im Oktober gegen Dänemark und Island als Interimstrainer betreuen darf. Portugal ist seit der Entlassung von Carlos Queiroz ohne Nationalcoach. «Ich verstehe nicht, weshalb Real mich nicht nach Portugal gehen lässt», sagte Mourinho verbittert. Während der EM-Qualifikationsspiele seien fast alle Real-Profis für ihre Nationalteams im Einsatz. «So mache ich nun zehn Tage Urlaub in Madrid.» (dpa)

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