Bundesliga Offener Brief der Fan-Gruppen: «Fehlentwicklungen»

Düsseldorf. Aus Sorge um den verstärkten Einsatz von Pyrotechnik und die wachsende Gewalt in Stadien haben sich die Fanbeauftragten der Lizenzvereine in einem offenen Brief an alle Fußball-Anhänger gewandt.
10.03.2010, 14:00
Lesedauer: 1 Min
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Düsseldorf. Aus Sorge um den verstärkten Einsatz von Pyrotechnik und die wachsende Gewalt in Stadien haben sich die Fanbeauftragten der Lizenzvereine in einem offenen Brief an alle Fußball-Anhänger gewandt.

«Pyrotechnik, zunehmende Gewalt, gegenseitiges Berauben und das anschließende Präsentieren der geraubten Fanartikel sind Fehlentwicklungen, die wir nicht wünschen. Vor allem Teile der Ultra-Szene schaden dadurch sich selbst und am Ende allen Fans», hieß es in dem Brief.

Zu diesem Schritt hatten sich die Fanbeauftragten nach einem Treffen in Bochum entschlossen. Auslöser für die Brief- Aktion waren diverse besorgniserregende Vorfälle in den vergangenen Wochen. So waren vor der Bundesliga-Partie zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Nürnberg am 24. Spieltag mehrere Personen durch das Abbrennen von Pyrotechnik verletzt worden.

Auf die Geschehnisse im Gästeblock hatte die Nürnberger Clubführung umgehend mit restriktiven Maßnahmen reagiert. Für Auswärtsspiele soll es in Zukunft nur noch personalisierte Eintrittskarten geben. Darüber hinaus wird landesweit über schärfere Einlasskontrollen und weitere Maßnahmen wie die Reduzierung des Kartenkontingents für Gäste nachgedacht.

Diese Entwicklung wollen die Fan-Beauftragten stoppen: «Es liegt an euch, dass solche Forderungen nicht mehr gestellt oder gar in die Tat umgesetzt werden müssen. Wir fordern deshalb Verantwortung und Respekt von euch, wie ihr sie auch von allen anderen erwartet. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich die Fankultur von innen heraus selbst zerstört.» (dpa)

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