Fußball Patt in Manchester - Chelsea profitiert

London. Englands Medien werteten die "Schlacht von Manchester" als Patt. Manchester City mit Jerome Boateng und Manchester United boten Fußball zum Abgewöhnen - Meister Chelsea setzte sich mit einem knappen Sieg über Fulham an der Tabellenspitze ab.
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London. Englands Medien werteten die "Schlacht von Manchester" als Patt. Manchester City mit Jerome Boateng und Manchester United boten Fußball zum Abgewöhnen - Meister Chelsea setzte sich mit einem knappen Sieg über Fulham an der Tabellenspitze ab.

Italienische Verhältnisse in der englischen Premier League: Nach dem torlosen Patt im kampf- und taktikbetonten, aber meist öden Derby zwischen ManCity und Rekordmeister ManU fürchtet die "Times" einen Trend: "Vorsichtig, bedächtig, konservativ und eine Million Meilen vom chaotischen Nervenkitzel und von den Aufregungen der Premier League entfernt, als diese Vereine vergangene Saison aufeinandertrafen", kritisierte das seriöse Blatt und sah Parallelen zur Rivalität zwischen Inter und dem AC Mailand.

Titelverteidiger FC Chelsea freute sich über die Langeweile in Manchester. Die "Blues" gewannen am zwölften Spieltag knapp gegen Nachbarn FC Fulham mit 1:0 und bauten ihren Vorsprung an der Spitze von Englands Premier League auf vier Zähler aus. "Das tut weh! Manchester-Rivalen haben den Blues", titelte das auflagenstarke Boulevardblatt "The Sun".

"Ich bin enttäuscht. Wir hätten einen Sieg gebraucht", gab ManUnited-Trainer Sir Alex Ferguson zu. "Die Spannungen waren zu stark, dass sich kein offenes Spiel entwickeln konnte, das viele erwartet hatten." Sein Gegenüber Roberto Mancini zeigte sich dagegen zufrieden mit der Nullnummer. "Ich wollte gewinnen, aber ein Unentschieden ist besser als eine Niederlage", sagte der Italiener. "Es ist ein guter Punktgewinn. Es ist mir völlig unwichtig, wenn unsere Taktik kritisiert wird."

Das übernahm ManUniteds Torwartroutinier Edwin van der Sar. "City ist ja kaum nach vorn gekommen", kritisierte der Niederländer die Elf von Boateng, der eine solide Leistung bot, aber zehn Minuten vor Schluss ausgewechselt wurde. "Sie wollten nur einen Punkt, während wir gewinnen wollten. Sie waren so defensiv, dass ich bis auf einen Freistoß (von Carlos Tevez) nichts zu tun hatte."

Chelsea reichte derweil ein Treffer des später wegen groben Foulspiels vom Platz gestellten Michael Essien (30. Minute), um den Londoner Nachbarn Fulham niederzuringen. Die nun anstehende Drei-Spiele-Sperre für den Ghanaer strapaziert die dünne Personaldecke weiter, selbst wenn die Rückkehr des länger verletzten Mittelfeldstars Frank Lampard für kommenden Sonntag angekündigt ist. "Zur Zeit ist der Kader so fragil, dass sich der Verlust von Essien fast so bedeutend anfühlt wie der Gewinn der drei Punkte", urteilte die Zeitung "The Guardian". (dpa)

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