45 Verletzte in Mannheim bei Relegation Polizei will Täter nach Spielabbruch mit Videoaufnahmen ermitteln

Nach dem abgebrochenen Aufstiegsrelegationsspiel zur 3. Liga zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen will die Polizei die Täter mit Hilfe von Videoaufnahmen ermitteln.
28.05.2018, 12:40
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"Es sind mehrere Kameraeinstellungen, die jetzt komplett gesichtet werden", sagte ein Polizeisprecher am Montag. "Das kann sich über mehrere Wochen hinziehen."

Grund für den Abbruch nach 82 Minuten beim Stand von 2:1 für Uerdingen waren Rauchbomben, Raketen und Böllerschüsse auf den Tribünen des Mannheimer Carl-Benz-Stadions. Durch die Videoaufnahmen wollen die Ermittler auch herausfinden, wie viele Raketen gezündet wurden und von wem, wie der Sprecher sagte. Bei den Ausschreitungen am Sonntag sind nach Polizeiangaben 45 Personen verletzt worden. Darunter waren sechs Polizisten.

"Es wird auf jeden Fall bei jeder Tat ein Strafverfahren eingeleitet", kündigte der Sprecher an - notfalls gegen unbekannt. Ihm zufolge kommen zahlreiche Delikte in Frage - von Körperverletzung über Landfriedensbruch bis hin zu Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Über die endgültige Spielwertung entscheidet das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes. Das Hinspiel hatte der KFC 1:0 gewonnen. (dpa)

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