Hamburg Rätselraten um Ballacks Zukunft - Bewerber «ManU»

Hamburg. Leverkusen, Schalke, Wolfsburg, HSV, Real oder «ManU»? Die Reihe der möglichen Bewerber um eine Verpflichtung von Michael Ballack wird immer länger.
14.06.2010, 16:59
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Hamburg. Leverkusen, Schalke, Wolfsburg, HSV, Real oder «ManU»? Die Reihe der möglichen Bewerber um eine Verpflichtung von Michael Ballack wird immer länger.

Am Samstag hatten Hamburger Zeitungen noch ein starkes Interesse des Fußball- Bundesligisten Hamburger SV an einer Verpflichtung des 33-Jährigen vermeldet. Einen Tag später trat laut der englischen Zeitung «Sunday Mirror» ein hochkarätiger Konkurrent auf den Plan: Der englische Vizemeister Manchester United soll dem 33-Jährigen demnach einen Einjahresvertrag mit Option auf Verlängerung um weitere zwölf Monate anbieten. Mit dem FC Chelsea hatte Ballack 2008 das Champions-League-Finale gegen Manchester im Elfmeterschießen verloren.

«ManU» könnte dem 98-fachen Nationalspieler in jedem Fall den gewünschten Fußball auf europäischer Bühne bieten. Sein Berater Michael Becker betonte in der «Hamburger Morgenpost», der Kapitän der Nationalmannschaft wolle weiterhin in der Königsklasse spielen. «Die Bundesliga ist eine Option, viele Vereine kommen da jedoch nicht infrage, unter anderem muss die sportliche Perspektive stimmen», sagte Becker. «Und international zu spielen bedeutet für Michael Ballack ohnehin die Champions League.»

Dort fehlen die Hamburger zumindest in der kommenden Saison; der HSV spielt nicht einmal in der Europa League - im Gegensatz zu den anderen möglichen neuen Adressen. Der Mittelfeldstar war unter anderem bereits mit Bayer Leverkusen, Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht worden. Erste Option könnte aber Real Madrid mit Ballacks Ex-Trainer Jose Mourinho sein, falls die Madrilenen überhaupt interessiert sind.

Zuletzt hatte sich Bundesliga-Dino HSV 2006 für die Königsklasse qualifiziert und scheiterte damals in der Gruppenphase. Zwar ist Becker davon überzeugt, dass sich der HSV mit Ballack in seinen Reihen wieder für die Champions League qualifizieren würde, ob sein Mandant im fortgeschrittenen Fußballer-Alter für diese Aussicht aber ein Jahr lang auf europäischen Fußball verzichten würde, bleibt mindestens fraglich.

Fest steht, dass der HSV sich bei künftigen Transfers eines Investoren-Modells bedienen will. So sind potente Geldgeber eingeladen, sich mit Millionen-Summen an Spielerverpflichtungen zu beteiligen. Milliardär Klaus-Michael Kühne soll nach Informationen des Senders NDR 90,3 bereit sein, den Bundesliga-Siebten mit 15 Millionen Euro zu unterstützen.

Ballacks Berater Michael Becker dämpfte jedoch die Erwartungen. «Er hat kein Haus in Hamburg und auch noch keinen Plattdeutsch-Kurs an der Volkshochschule belegt», sagte er dem Sender NDR 90,3 zu den Gerüchten um seinen Schützling. Mit dem HSV habe man bisher lediglich Zahlen ausgetauscht. (dpa)

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