BVB Rose über Haaland-Poker: „Alle sind ehrlich zueinander“

Dortmund (dpa) - BVB-Coach Marco Rose hat gelassen auf die jüngste Kritik von Topstürmer Erling Haaland reagiert und sieht einem möglichen Vertragspoker gelassen entgegen.
09.02.2022, 04:20
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

„Ich habe jeden Tag Kontakt zu Erling und auch ein Gefühl für diesen Spieler und diesen Menschen. Ich weiß, wie lange sein Vertrag läuft. Ich weiß, was wie wann entschieden werden muss“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund der „Sport Bild“.

Es liege „intern alles auf dem Tisch, alle sind ehrlich zueinander“. Daher müsse er „auch nicht jeden Tag mit ihm darüber reden“, sagte der 45-Jährige und betonte: „Er wird irgendwann eine Entscheidung treffen, und der Verein wird sich gut darauf vorbereiten. Dass wir uns alle wünschen, dass er bleibt, ist doch klar.“

Umworbener Stürmer

Der von internationalen Topclubs umworbene Haaland hatte Mitte Januar nach dem 5:1 des BVB gegen Freiburg seinen Unmut über die angebliche Forderung der Clubspitze zum Ausdruck gebracht, bis März seine Zukunft zu klären. Aufgrund einer Ausstiegsklausel kann er die Borussia trotz eines bis 2024 datierten Vertrags in diesem Sommer angeblich für 75 Millionen Euro verlassen.

„Erling ist ein gerade einmal 21 Jahre alter Mensch. Auch er hat mal einen emotionalen Tag, er geht nach dem Training nach Hause, ist alleine, liest vielleicht etwas, liest noch etwas und ist dann genervt“, sagte Rose und äußerte: „Alles prasselt auf ihn ein, und es kommt zu Momenten, in denen das Fass einfach voll ist. Das ist doch ganz normal, das ist menschlich.“

Schlechter Verlierer

Sich selbst hält Rose für einen schlechten Verlierer. „Ich könnte - pardon - kotzen, wenn ich verliere. Das war immer schon so“, sagte der 45-Jährige. „Ich nehme jedes Spiel - und jede Niederlage - persönlich und mit nach Hause.“ Der BVB-Coach weiß aber auch, was er dagegen tun kann: „Im Optimalfall verlierst du einfach nicht so oft.“ Die bisherige Saison bezeichnete Rose als „suboptimal“. Der BVB ist in der Champions League und im DFB-Pokal raus, in der Meisterschaft aktuell mit neun Punkten hinter den Bayern Zweiter. Zuletzt gab es eine 2:5-Klatsche gegen Bayer Leverkusen.

Nach dem Transfer-Coup mit Nationalspieler Niklas Süle, der im Sommer ablösefrei von Bayern München kommt, denkt Rose an weitere Verstärkungen. „Uns allen ist nicht verborgen geblieben, dass die vergangenen zwei Pandemie-Jahre den Club deutlich mehr als 100 Millionen Euro gekostet haben. Trotzdem sollten wir im Sommer versuchen, weiter am Kader zu arbeiten, gewisse Dinge zu optimieren“, sagte Rose. Vielleicht hole man „den einen oder anderen Spieler dazu, der uns hilft“, den erhofften Weg durchzuziehen.

Hoffen auf Zwayer-Rückkehr

Rose hofft auf eine Rückkehr des aktuell pausierenden Schiedsrichters Felix Zwayer. Der 40 Jahre alte Berliner hatte sich nach der Aufregung um seine Rolle im Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) im Dezember entschieden, vorerst zu pausieren. Er war nach der Partie in den Sozialen Medien stark angefeindet worden, später hatte er von einer Morddrohung berichtet.

„Ist das eigentlich noch normal, dass wir im Zusammenhang mit Sport über Morddrohungen sprechen müssen?“, sagte Rose und betonte: „Ich würde mir wünschen, dass Felix Zwayer wieder pfeift - und wünsche ihm, dass er für sich die richtige Entscheidung trift.“ Zuletzt hatte der „Kicker“ berichtet, dass Zwayer sich entschieden habe, seine Karriere fortsetzen zu wollen.

© dpa-infocom, dpa:220209-99-38594/4

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