WM-Gruppe F Sandwich statt Worte: Davies frustriert nach Kanadas WM-Aus

Bayern-Star Alphonso Davies schreibt für Kanada WM-Geschichte. Die Heimreise muss er trotzdem nach der Gruppenphase antreten. Deshalb verschlug es ihm die Sprache.
28.11.2022, 05:34
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Ein nicht gerade nach Sportlernahrung aussehendes Sandwich war für Alphonso Davies die Rettung. Der Bayern-Star stopfte sich die Weißbrotscheiben im Erdgeschoss des Chalifa International Stadions schnell in den Mund und kam so um ein paar erklärende Worte herum. Dabei hätte es viel zu sagen gegeben. Über das von ihm erzielte erste WM-Tor Kanadas. Oder das schon nach zwei Spielen feststehende Aus in der Gruppenphase. Aber mit 22 Jahren war Davies offenbar noch nicht so weit, sich der Verantwortung zu stellen.

Das übernahmen andere. „Es war ein großartiger und stolzer Moment. Wir haben lange darauf gewartet“, sagte Trainer John Herdman über Davies' Treffer in der zweiten Minute. „Er hat sich selbst und das Land stolz gemacht.“ Dass es am Ende gegen Vize-Weltmeister Kroatien nur für ein 1:4 reichte, hakte der Coach schnell ab. Nun wolle man eben gegen Marokko den ersten Sieg bei einer WM-Endrunde einfahren.

Und Davies? Der ist mittlerweile so etwas wie der tragische Held Kanadas. Im ersten Spiel gegen Belgien hatte er das Premieren-Tor bereits auf dem Fuß, scheiterte aber mit einem Elfmeter. Gegen Kroatien sorgte der Linksfuß dann schon nach 67 Sekunden für absolute Ekstase beim Team Canada. „Vielleicht fiel das Tor ein wenig zu früh“, meinte Kapitän Atiba Hutchinson. Denn danach wurde die Eishockeynation von den Kroaten phasenweise vorgeführt.

Der 39-jährige Hutchinson wird bei der Heim-WM 2026 mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr dabei sein. Die Stars und Führungsspieler sollen dann Davies, Vorlagengeber Tajon Buchanan, Stürmer Jonathan David und Spielmacher Stephen Eustáquio sein. Allesamt maximal 25 Jahre alt und dann im sogenannten besten Fußballer-Alter. „Und wir haben noch mehr starke Talente, die nachkommen. Ich denke, diese WM wird einen positiven Effekt auf den Fußball in Kanada haben“, sagte Hutchinson, der als erster Kanadier nun 100 Länderspiele absolviert hat.

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