München Schlusslicht Ahlen überrascht: 1:0 bei den «Löwen»

München. Ausgerechnet der Tabellenletzte Rot-Weiss Ahlen hat die kleine Erfolgsserie des TSV 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Die Westfalen gewannen zum Abschluss des 21. Spieltages überraschend mit 1:0 (1:0) bei den «Löwen», die davor siebenmal ungeschlagen geblieben waren.
08.02.2010, 22:40
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München. Ausgerechnet der Tabellenletzte Rot-Weiss Ahlen hat die kleine Erfolgsserie des TSV 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Die Westfalen gewannen zum Abschluss des 21. Spieltages überraschend mit 1:0 (1:0) bei den «Löwen», die davor siebenmal ungeschlagen geblieben waren.

Benjamin Kern erzielte in der 27. Minute den goldenen Treffer. Ahlen schob sich auch durch eine Glanzleistung seines Torwarts Sascha Kirschstein bis auf zwei Punkte an den Relegationsplatz heran. Die Gastgeber verpassten dagegen den möglichen Sprung in die obere Tabellenhälfte.

«Wir hatten einen überragenden Torhüter und haben eine tolle kämpferische Leistung gezeigt», sagte Matchwinner Kern. «Jetzt sind wir wieder ganz nah dran an den Nichtabstiegsplätzen.» Auch Keeper Kirschstein war nach dem Sieg glücklich und zufrieden: «Es ist sensationell, wie wir momentan spielen. Mit uns ist noch zu rechnen.»

Obwohl 1860-Trainer Ewald Lienen die Partie als «Charaktertest» bezeichnet hatte, war vom Engagement seiner Elf zu Beginn nicht viel zu erkennen. Stattdessen zeigte sich Ahlen vor nur 14 800 Zuschauern deutlich agiler. Der Gewaltschuss von Neuzugang Kern aus 23 Metern sorgte für das 0:1 und verunsicherte die «Löwen» zusätzlich. Zur Halbzeit gab es von den wenigen unentwegten Fans gellende Pfiffe. «Nach sieben erfolgreichen Spielen haben wir es heute nicht geschafft, gut zu spielen», bilanzierte 1860-Keeper Gabor Kiraly.

Vor allem die zur Winterpause neu verpflichtete Ahlener Offensive um Alain Ollé Ollé, Julian Jenner und Momar N'Diaye brachte die Gastgeber mehrmals in Verlegenheit. Nach der Führung igelte sich Ahlen zunehmend hinten ein. Wütende «Löwen» kamen zwar besser ins Spiel, allein der rechte Schlachtplan schien ihnen zu fehlen. So mussten Einzelaktionen für die besten Chancen herhalten, die Mathieu Béda (66./80.) und Charilaos Pappas (71.) vergaben.

Hektik kam auf, als Kirschstein von einem Feuerzeug aus dem Münchner Fanblock am Kopf erwischt wurde. Trotz des Wirkungstreffers erwies sich der 29-Jährige aber als Turm in Ahlens Defensive, obwohl er kurz vor Schluss mit dem Kopf auch noch gegen den eigenen Torpfosten knallte. (dpa)

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