Bundesliga «SOKO Coach»: Fahndung nur in Wolfsburg beendet

Hamburg. Die Wolfsburger «SOKO Coach» hat in Steve McClaren den ersten Fahndungserfolg bei der großen Trainersuche in der Fußball-Bundesliga gelandet - aber in Hamburg, Hannover und Hoffenheim herrscht weiter Rätselraten.
11.05.2010, 18:11
Lesedauer: 2 Min
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Hamburg. Die Wolfsburger «SOKO Coach» hat in Steve McClaren den ersten Fahndungserfolg bei der großen Trainersuche in der Fußball-Bundesliga gelandet - aber in Hamburg, Hannover und Hoffenheim herrscht weiter Rätselraten.

Die allsommerliche Findungskommission hat sich inzwischen beim Hamburger SV auf den Weg gemacht. Oder befördern die Hanseaten den «Co» Ricardo Moniz doch zum Chef? Bei Hannover 96 und der TSG 1899 Hoffenheim besitzen die Übungsleiter Mirko Slomka und Ralf Rangnick gültige Verträge - aber die Zeichen stehen wohl auf Abschied. Bundestrainer Joachim Löw erteilte allen suchenden Bundesligisten eine Pauschalabsage.

«Zügig, aber nicht in Hast» begibt sich der HSV nach Ansage von Aufsichtsratschef Horst Becker auf die Suche nach einem erfahrenen Übungsleiter und einem Sportdirektor. Der beim Team beliebte Aushilfs-Coach Moniz ist noch in der Verlosung, doch eigentlich wollen sie einen erfahrenen Erstliga-Coach. Medienberichten zufolge haben die Norddeutschen aber ihre Fühler nach Christian Gross ausgestreckt. Der Schweizer, der den VfB Stuttgart als beste Rückrundenmannschaft in die Europa League geführt hatte, dementierte umgehend: «Da ist nichts dran.»

Gross-Vorgänger Markus Babbel ist mit dem Trainerschein in der Tasche bereit für seine Rückkehr. Gehandelt wird der frühere Nationalspieler allerorten: Neben Zweitligist Alemannia Aachen gilt Babbel auch bei den Bundesliga-Absteigern VfL Bochum und Hertha BSC als Kandidat. Die Berliner gaben am Dienstagabend die erwartete Trennung von Friedhelm Funkel bekannt. Auf eine Diskussion über mögliche Kandidaten für die Nachfolge wie etwa Babbel oder Michael Oenning ließen sich aber weder Präsident Werner Gegenbauer noch Geschäftsführer Michael Preetz ein.

Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass sich Hannover und Hoffenheim zeitnah um eine Alternative bemühen. Diffus ist die Situation an der Leine: 96-Clubchef Martin Kind kündigte nach gesichertem Klassenverbleib eine gründliche Saison-Analyse an. Einen Treueschwur auf Slomka gab der Unternehmer nicht ab.

96 Stunden Bedenkzeit erbat sich unterdessen TSG-Coach Rangnick. Der Hoffenheimer «Projekttrainer» möchte überlegen, was für den Verein und ihn «das Beste ist». Nach Differenzen mit Manager Jan Schindelmeiser zog sich dieser von seinem Amt zurück. Mäzen Dietmar Hopp kündigte einen «massiven Umbruch» an, der mit dem Weggang von Rangnick verbunden sein könnte. «Wir wollen ihn halten. Aber es wird weitergehen, auch wenn Ralf Rangnick aufhört», sagte der 70 Jahre alte Milliardär.

Allen suchenden Clubs erteilte Bundestrainer Löw eine Absage. Bei einem Abschied nach der WM würde er nicht sofort ein neues Engagement annehmen: «Falls es so kommen sollte und ich den DFB verlasse, wäre es für mich absolut undenkbar, sofort bei einem Club anzufangen», sagte Löw in einem Interview des WM-Sonderheftes der «Sport Bild». (dpa)

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