Fußball-WM in Katar Spanien rechnet trotz „Superpunkt“ - Brasilien am Horizont

Die Konstellation in der Deutschland-Gruppe beschäftigt neben Japan natürlich auch Spanien. Der Durchmarsch ist noch nicht gesichert für Luis Enrique und sein Team.
28.11.2022, 11:29
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Das große Rechnen hat nun auch bei Spanien begonnen. Das 1:1 gegen Deutschland feierten die Medien im Land des Titelkandidaten zwar als „Puntazo“ („Superpunkt“) und „Titanisches Unentschieden“ - doch die Leichtigkeit vom 7:0 zum Auftakt gegen Costa Rica ist erst einmal verflogen.

Noch auf dem Spielfeld im Beduinenzelt-Stadion von Al-Chaur sprachen die Akteure der beiden Ex-Weltmeister über die Gruppen-Konstellation, bei der auch Japan mit acht in Deutschland beschäftigten Profis eine entscheidende Rolle spielt.

„Ihr müsst daran denken, selbst zu gewinnen - Costa Rica macht es gut. Und wir denken an Japan, das wird schwierig genug“, sagte Spaniens Coach Luis Enrique an die deutsche Mannschaft und Hansi Flick gewandt. Spanien geht jedenfalls mit vier und Japan mit drei Punkten (wie Costa Rica) in den letzten Vorrunden-Spieltag am Donnerstag (20.00 Uhr/MagentaTV), wenn die DFB-Auswahl (ein Punkt) auf die Mittelamerikaner und Spanien auf die Asiaten trifft.

„Gewinnen, um ins Achtelfinale einzuziehen“

„Jetzt müsst ihr auch für Deutschland gewinnen“, soll der deutsche Abwehrchef Antonio Rüdiger nach Medienberichten zu seinem Real-Madrid-Kollegen Dani Carvajal gesagt haben. Der Außenverteidiger versicherte: „Ich habe keine Zweifel, dass wir da rausgehen, um zu gewinnen, das würde uns den ersten Platz sichern.“ Lukas Klostermann und David Raum, die beiden Leipziger Kollegen von Dani Olmo sagten nach Angaben des spanischen Stürmers Ähnliches zu ihm wie Rüdiger zu Carvajal: „Aber das ist egal, weil wir gewinnen wollen, um ins Achtelfinale einzuziehen.“

Spanien würde ein Remis zum Weiterkommen reichen - und sogar eine Niederlage, wenn Deutschland gegen Costa Rica gewinnt, aber nicht die aktuell um acht Treffer bessere Tordifferenz aufholt. „Wir werden spielen, um zu gewinnen“, versprach Luis Enrique natürlich. Dass er seine beste Elf aufstellen wird, wollte er allerdings nicht versprechen. „Egal, welche Spieler ich auswähle - das sind alles gute Spieler. Alle 26 verdienen es, zu spielen.“ Was auch Álvaro Morata von Atlético Madrid bewiesen hatte, der als Joker die Iberer in Führung brachte.

„Die Gefahr, Gruppenerster zu werden“

Die Konstellation ist auch mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf brisant: Am Tag nach dem Remis schrieb nicht nur das Fachblatt und -Portal „Marca“ über „die Gefahr, Gruppenerster zu werden“. Dann nämlich droht den Spaniern im Viertelfinale Brasilien als Gegner. Luis Enrique will über so etwas noch nicht sprechen, verhehlte jedoch seine Enttäuschung über den verpassten Sieg gegen Deutschland nicht. „Aber wir sind Tabellenführer in der Todesgruppe, jener Gruppe, die bei der Auslosung im April viele Oooooohs ausgelöst hat, betonte er. „Das Unentschieden kann uns helfen, aber das Ziel ist, gegen Japan zu gewinnen.“

Den Japanern tat das unnötige 1:2 gegen Costa Rica so richtig weh. Damit haben Kapitän Maya Yoshida und seine Kollegen den Bonus nach dem 2:1-Coup über Deutschland wieder verspielt. „Wir hätten zumindest ein Unentschieden erreichen müssen“, klagte Schalkes Profi Yoshida. Mit einem Sieg gegen Spanien ist das Team von Trainer Hajime Moriyasu sicher weiter - auch ein Remis könnte reichen, wenn beispielsweise Costa Rica und Deutschland Remis spielen. Darauf will sich Yoshida aber nicht verlassen: „Gewinnen ist die einzige Option.“

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