Fußball-WM in Katar Suárez vor Ghana-Wiedersehen: Muss mich nicht entschuldigen

Zwölf Jahre nach seinem viel beachteten Handspiel im Viertelfinale gegen Ghana sieht Uruguays Luis Suárez keinen Grund für eine Entschuldigung. Einen WM-Fehler räumt der Stürmer aber ein.
01.12.2022, 13:35
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Uruguays Stürmerstar Luis Suárez sieht zwölf Jahre nach seiner Roten Karte in der Verlängerung des Viertelfinales der Fußball-WM 2010 gegen Ghana vor dem ersten Wiedersehen keinen Grund für eine Entschuldigung.

„Ich habe den Ball mit der Hand gespielt, Ghanas Spieler hat den Elfmeter verschossen - nicht ich. Wenn ich einen Spieler attackiere, ihn verletzte und dann Rot sehe, dann kann man sich vielleicht entschuldigen“, sagte der 35-Jährige in Al-Rajjan. Für sein Handspiel müsse er sich nicht entschuldigen.

Das letzte Gruppenspiel am Freitag (16.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Al-Dschanub-Stadion ist wegen der Szene von der WM in Südafrika voller Brisanz. Suárez verhinderte damals wegen eines Handspiels auf der Linie in letzter Minute der Verlängerung ein Tor und wurde vom Platz gestellt. Asamoah Gyan verschoss den Strafstoß - Ghana verlor das anschließende Elfmeterschießen und schied aus.

„In dieser Situation habe ich Rot bekommen, der Schiedsrichter hat auf Elfmeter entschieden. Es ist nicht mein Fehler, weil ich den Elfmeter nicht verschossen habe“, sagte der frühere Stürmer des FC Barcelona, des FC Liverpool oder von Atlético Madrid. „Dafür trage ich keine Verantwortung.“

Uruguay braucht diesmal einen Sieg, um die Chance auf ein Weiterkommen zu erhalten. Dazu kommt es auf das Ergebnis des Parallelspiels zwischen Südkorea und Portugal an. „Ich weiß nicht, ob Ghana sagt, das ist eine Revanche oder nicht. Es ist auf jeden Fall ein Schlüsselspiel ums Weiterkommen“, sagte Trainer Diego Alonso.

Suárez wollte sich nicht großartig damit befassen, ob wer in Ghana von Revanche oder ihm als Teufel spreche. Einen Fehltritt räumte der Stürmer aber ein. „Gegen Chiellini habe ich einen Fehler gemacht. Aber wir haben uns danach wieder die Hand gegeben“, sagte Suárez . Der Italiener Giorgio Chiellini, dem der Uruguayer bei der WM 2014 in die Schulter biss, ist dem Angreifer auch nicht mehr böse.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+