WM Torflaute im Dauerregen - Serbien auf Formsuche

Kufstein. Niederlage gegen Neuseeland, torloses Remis gegen Polen - Serbien hinkt wenige Tage vor dem Auftakt der Fußball-WM seiner Form weit hinterher.
03.06.2010, 13:01
Lesedauer: 2 Min
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Kufstein. Niederlage gegen Neuseeland, torloses Remis gegen Polen - Serbien hinkt wenige Tage vor dem Auftakt der Fußball-WM seiner Form weit hinterher.

Nach der souveränen Qualifikation immer wieder als Geheimfavorit genannt, werfen die jüngsten Darbietungen des deutschen Gruppen-Gegner mehr Frage- als Ausrufezeichen auf. Ist die Abteilung Attacke um den ehemaligen Bundesliga-Stürmer Marko Pantelic und den 2,02 Meter langen Nikola Zigic torgefährlich genug? Ist Mittelfeld-Motor Dejan Stankovic nach der kräftezehrenden Saison und dem Triple-Gewinn mit Inter Mailand frisch genug? Ist hinter der überragenden Defensive um Nemanja Vidic der flatterhafte Torhüter Vladimir Stojkovic stabil genug?

Der finale Formcheck steht am 5. Juni gegen den WM-Teilnehmer Kamerun in Belgrad an. Der viermalige Afrika-Meister hatte zuletzt zwar mit reichlich Negativ-Schlagzeilen zu kämpfen - erst drohte Superstar Samuel Eto'o wegen Kritik an seiner Person einen WM-Verzicht an, dann flog er bei der Pleite in Portugal vom Platz. Doch das Team des französischen Trainers Paul Le Guen ist zwei Tage vor der Reise ans Kap der richtige Gradmesser zur rechten Zeit.

Trotz der beiden torlosen Partien rücken die «Weiße Adler» nicht von ihren hohen Zielen für die WM ab. «Wir möchten an die guten Auftritte in der Qualifikation anknüpfen und zeigen, dass wir es mit jeder Mannschaft der Welt aufnehmen können», betonte Zigic auf der Internetseite des Fußball-Weltverbandes FIFA.

Bislang bot Serben-Coach Radomir Antic weder beim 0:1 gegen den Ozeanien-Meister Neuseeland noch beim 0:0 gegen die nicht für Südafrika qualifizierten Polen seine Wunsch-Formation auf. Vidic musste sich im Dauerregen von Kufstein gegen die Polen nicht nass machen lassen und durfte das Treiben von außen beobachten.

«Die Adler mit nassen Flügeln», überschrieb die Zeitung «Politika» ihren Spielbericht - allerdings hielten sich die heimischen Medien wegen der widrigen Bedingungen mit Kritik zurück. «Der Regen erstickte den Fußball», lautete die Titelzeile in der Zeitung «Novosti».

Tatsächlich kamen die Serben um die Bundesliga-Profis Neven Subotic (Borussia Dortmund) und Zdravko Kuzmanovic (VfB Stuttgart) sowie die eingewechselten Zoran Tosic (1. FC Köln) und Gojko Kacar (Hertha BSC) 16 Tage vor dem WM-Duell gegen die deutsche Mannschaft in Port Elizabeth mit den Bedingungen auf dem tiefen Rasen schlecht zurecht. Die größte Chance zum Siegtor verpasste der frühere Berliner Pantelic, der frei stehend aus vier Metern verstolperte (72. Minute).

Zwei positive Nachrichten gab es dann aber doch noch: Hatten nach der Niederlage gegen Neuseeland in Klagenfurt noch zahlreiche serbische Fans randaliert, blieb es diesmal ruhig. Und ernsthafte Blessuren zog sich auf dem glitschigen Untergrund auch niemand zu. «Zu Null als Versprechen», schrieb die Zeitung «Danas». «Mit Blick darauf, dass der Regen in Kufstein ohne Unterbrechung zwei Tage fiel, ist es das Wichtigste, dass sich niemand von den Adlern verletzt hat.» (dpa)

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