Bundesliga Trainer Rangnick: Bekenntnis zu Hoffenheim

Zuzenhausen. Trainer Ralf Rangnick hat trotz der Krise des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim ein klares Bekenntnis zu seinem Club abgelegt. «Ich werde nächstes Jahr weder in Wolfsburg noch bei einem anderen Verein als Hoffenheim Trainer sein», sagte der 51-Jährige.
12.03.2010, 15:51
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Zuzenhausen. Trainer Ralf Rangnick hat trotz der Krise des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim ein klares Bekenntnis zu seinem Club abgelegt. «Ich werde nächstes Jahr weder in Wolfsburg noch bei einem anderen Verein als Hoffenheim Trainer sein», sagte der 51-Jährige.

«Mein Vertrag läuft bis 2011 und ich glaube nicht, dass es fünf Trainer in der Bundesliga gibt, die einen länger dotierten Vertrag haben.» Nach einem zweistündigen Gespräch mit Mäzen Dietmar Hopp habe er das Gefühl, dass dieser «längerfristig mit mir zusammenarbeiten will». Im Sommer werde man sich über eine mögliche Verlängerung des Kontraktes unterhalten.

Derweil hat Manager Jan Schindelmeiser die Partie der Nordbadener gegen Werder Bremen zum «Charaktertest» für seine zuletzt wenig engagiert wirkenden Profis erklärt. «Die Luft hier ist bleihaltiger geworden», sagte Schindelmeiser, der zusammen mit Rangnick in dieser Woche Einzelgespräche mit den Spielern geführt hat. Nach dem Abrutschen auf Platz elf und nur sechs Siegen in 20 Partien in der neuen Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim verteidigte sich Rangnick: «Wir sind in den letzten Jahren dreimal umgezogen, das ist ein Gewöhnungsprozess. Schalke hatte anfangs auch einen Arena-Fluch.» Wie unaufgeregt Bremen mit seiner Niederlagenserie umgegangen sei, das könne auch Vorbild für Hoffenheim sein.

Zuletzt war immer mehr Kritik auch an Rangnick laut geworden und Milliardär Hopp hatte Anfang der Woche sein Missfallen deutlich gemacht: «Ich habe keine Erklärung für den Zustand der Mannschaft.» Er hatte verlangt, dass ihm Rangnick, Schindelmeiser und Bernhard Peters die Gründe erklären, «wie wir in diese Krise rutschen konnten».

Demonstrativ und vehement Partei für den Coach ergriffen hat nun Abwehrchef Josip Simunic. «Ich habe in meiner 13 Jahre langen Profikarriere viele Trainer erlebt, aber keinen wie Ralf Rangnick, der sich so um jedes Detail bemüht. Rangnick ist überragend und Weltklasse», sagte der Kroate.

Gegen Bremen hoffen die Hoffenheimer auf die Wende, nachdem sie sich beim 0:1 gegen den FSV Mainz 05 bis auf die Knochen blamiert hatten. Verzichten muss der letztjährige Aufsteiger und Herbstmeister auf die verletzten Chinedu Obasi, Demba Ba, Isaac Vorsah, Andreas Beck und Matthias Jaissle. Dafür ist der zuletzt gesperrte Mittelfeld-Abräumer Luiz Gustavo wieder dabei. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Kapitän Per Nilsson (Innenbandverletzung im Knie). (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+