UEFA UEFA-Chef Platini: Nein zu Torlinien-Technologie

Monaco. UEFA-Präsident Michel Platini hat sich erneut gegen jede Art von Torlinien-Technologie ausgesprochen und ist damit auf Konfrontationskurs zum Weltverband FIFA gegangen. «Dann würde der Schiedsrichter irgendwann überflüssig», sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA).
26.08.2010, 18:30
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Monaco. UEFA-Präsident Michel Platini hat sich erneut gegen jede Art von Torlinien-Technologie ausgesprochen und ist damit auf Konfrontationskurs zum Weltverband FIFA gegangen. «Dann würde der Schiedsrichter irgendwann überflüssig», sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Zudem müssten die «Kosten in Ländern bedacht werden, deren Spiele nicht alle live übertragen werden», betonte der Franzose in Monaco.

FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte nach den zahlreichen Fehlentscheidungen während der WM in Südafrika angekündigt, nun doch ernsthaft über die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fußball zu diskutieren. Platini dagegen bekräftigte erneut seine Präferenz für die sogenannten Torrichter. Diese werden in diesem Jahr auch in der Champions League zum Einsatz kommen, nachdem sie in der vergangenen Saison in der Europa League getestet worden waren.

Für die Qualifikationsspiele zur EM 2012 in Polen und der Ukraine hat die FIFA den Einsatz der zwei zusätzlichen Schiedsrichter hinter der Torauslinie untersagt. Dennoch ist Platini von dem System überzeugt. «Kein Schiedsrichter konnte das Handspiel von Thierry Henry gegen Irland oder das Tor von England gegen Deutschland sehen. Wenn aber ein Schiedsrichter, der auf der Torlinie steht, so etwas nicht sieht, dann hat er seinen Beruf verfehlt. Dann wird er nie mehr international pfeifen dürfen», sagte Platini.

Zufrieden zeigte sich Platini mit dem Stand der Vorbereitungen für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. «In den letzten fünf Monaten sind erhebliche Fortschritte gemacht worden», sagte er.

Die acht Stadien würden pünktlich fertig, betonte Platini. Vor allem die Ukraine stand zuletzt wegen Verzögerungen bei der Infrastruktur in den geplanten Spielorten Kiew, Donezk, Lwiw (Lemberg) und Charkow in der Kritik. In Polen soll in Warschau, Posen, Danzig und Breslau gespielt werden. (dpa)

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