Bundesliga «Unglaubliche» Bayern mit Ribéry gegen Gladbach

München. Auf der Bühne Champions League hat der FC Bayern seinen größten Erfolg seit neun Jahren vor Augen, im Bundesliga-Alltag hoffen die Münchner auf eine Vorentscheidung im Kampf um den Fußball-Meistertitel.
23.04.2010, 13:02
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München. Auf der Bühne Champions League hat der FC Bayern seinen größten Erfolg seit neun Jahren vor Augen, im Bundesliga-Alltag hoffen die Münchner auf eine Vorentscheidung im Kampf um den Fußball-Meistertitel.

«Was wir leisten, ist unglaublich. Aber wir können noch viel besser», sagte Trainer Louis van Gaal einen Tag vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach. Der pompös vorgetragene 1:0-Sieg im Halbfinal-Hinspiel der europäischen Königsklasse über Olympique Lyon hat das bajuwarische Selbstvertrauen endgültig an den Siedepunkt geführt und die ehrgeizigen Triple-Ambitionen untermauert.

«Wir können das Gefühl herüberbringen, dass wir alles schaffen können. Das ist der stärkste Bestandteil», frohlockte van Gaal. Der Traum vom Europacup-Finale am 22. Mai in Madrid ist schon allgegenwärtig, der 22. Meistertitel wäre auf dem Weg in die spanische Hauptstadt aber mehr als nur ein nettes Zubrot. «Ich bin überzeugt: Wenn wir die Meisterschaft gewinnen, dann tun wir uns auch in den anderen beiden Wettbewerben leichter», verkündete Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

«Aber ich bin mit Barcelona auch schon so weit gekommen und habe am Ende nichts gewonnen», warnte van Gaal vor der seit Wochen mit 54 057 Besuchern ausverkauften Partie in Gladbach. Mit zwei Punkten führen die Bayern in der Liga vor Schalke 04, bei einem Dreier gegen den alten Rivalen vom Niederrhein hätten sie eine Hand fast schon an der Trophäe. «Jeder muss wissen: Wenn wir in Gladbach gewinnen, sind wir zu 99 Prozent an der Schale», sagte Kapitän Mark van Bommel, der wegen seiner Gelb-Sperre fehlt. «Wenn wir da gewinnen, werden wir Meister, dann ist die Sache vorbei», glaubt sein Vertreter Daniel Pranjic, dem wie gegen Lyon ein Platz in der Anfangself winkt.

Auch das bayerisch-französische Problemkind Franck Ribéry wird zur ersten Elf zählen. «Vielleicht kostet ihn es jetzt weniger Energie, sich auf das Spiel zu fokussieren», sagte van Gaal. Mit Blick auf den jüngsten Wirbel um Ribéry forderte van Gaal: «Ein Profi muss diese Situation managen können.»

Ribérys mit Rot bestraften Fehltritt in der Königsklasse hat der Coach genauso vergeben wie Arjen Robbens Groll über die Auswechslung gegen Lyon. Ob Robben vor dem Rückspiel gegen Lyon am kommenden Dienstag in der Bundesliga 90 Minuten zum Einsatz kommt, ist aber offen. «Ribéry spielt sicher. Bei Robben weiß ich das noch nicht. Aber ich habe immer die stärkste Mannschaft aufgestellt, und deswegen stehen wir auch da oben», erklärte van Gaal. (dpa)

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