München Van Gaal will drei Titel - «Gladiolen oder Tod»

München. Jetzt geht's um alles. «Wir bekommen die Gladiolen oder wir sind tot», verkündete Trainer Louis van Gaal vor dem DFB- Pokal-Halbfinalspiel des FC Bayern München beim FC Schalke 04.
22.03.2010, 12:42
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München. Jetzt geht's um alles. «Wir bekommen die Gladiolen oder wir sind tot», verkündete Trainer Louis van Gaal vor dem DFB- Pokal-Halbfinalspiel des FC Bayern München beim FC Schalke 04.

In Bundesliga, Champions League und Pokal geht's für den deutschen Fußball-Rekordchampion Schlag auf Schlag - und trotz des Ausrutschers mit der 1:2-Pleite bei Eintracht Frankfurt demonstriert der Holländer ein unerschütterliches Selbstvertrauen. «Ich denke, für Bayern München ist der Meistertitel das größte Ziel. Aber alle Spieler wollen auch den Pokal gewinnen und die Champions League», zählte van Gaal auf und fügte für sich persönlich hinzu: «Ich will alle drei Titel gewinnen.»

Das vergangene Wochenende hat van Gaal in seinem Optimismus bestätigt - insbesondere was die nationalen Ambitionen angeht. «Wir stehen oben», hob er genüsslich hervor, nachdem weder Schalke (2:2 in Hamburg) noch Leverkusen (0:3 in Dortmund) Kapital aus der Last- Minute-Schlappe der Bayern in Frankfurt ziehen konnten. «Felix Magath hat seine Chance verpasst mit seinen Spielern. Wir haben gesehen, wie schwer es ist, Tabellenführer zu werden. Wir konnten eine Niederlage verkraften, weil die anderen mit dem Druck nicht umgehen können», stichelte van Gaal.

Die Zeit der Psycho-Spielchen hat begonnen. Und van Gaal sieht den FC Bayern trotz der Formdelle in den letzten Partien weiterhin in einer hervorragenden Ausgangsposition. «Wir stehen in der Bundesliga oben, wir stehen im Pokal-Halbfinale, wir sind im Viertelfinale der Champions League - welcher andere Club in Europa kann das von sich sagen?», bemerkte van Gaal. Nur Inter Mailand und Girondins Bordeaux.

Die erste Titelchance könnte schon «auf Schalke» platzen, allerdings rechnet van Gaal in einem K.o.-Spiel mit einer konzentrierteren Bayern-Elf als im Liga-Alltag gegen Frankfurt. «Wir haben nicht den Fokus gehabt auf dieses Spiel», kritisierte er sein Team. Immerhin hat sich die Personalsituation verbessert. Abwehrchef Daniel van Buyten kann gegen Schalke trotz Jochbeinprellung auflaufen, und in der Offensive stehen Ivica Olic (Wade) und Franck Ribéry nach einer Sprunggelenksverletzung wieder zur Verfügung. Ribéry aber höchstens als Joker. «Er hat zwei Wochen nicht trainiert», gab van Gaal zu bedenken. Der Franzose müsse nach der erneuten Blessur und Pause dosiert aufgebaut und eingesetzt werden.

Ein besonderes Augenmerk wird der Trainer auf Youngster David Alaba legen. Nach den groben Patzern des 17-Jährigen bei den zwei Gegentoren in Frankfurt ließ van Gaal es am Montag noch offen, ob er den österreichischen Nationalspieler wieder hinten links aufbieten wird. «Ich muss abwarten, wie er reagiert», sagte der Coach. Gegen Schalke erwartet er jedoch eine Reaktion der gesamten Mannschaft. (dpa)

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