Stuttgart VfB nur 2:2, aber Jubel um Cacau und Lehmann

Stuttgart. Für die vorzeitige Europa-League-Qualifikation hat es nicht gereicht, aber trotzdem gab es beim VfB Stuttgart nach dem 2:2 (0:0) gegen Mainz 05 Jubel, Ovationen und auch einige Tränen.
01.05.2010, 20:20
Lesedauer: 2 Min
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Stuttgart. Für die vorzeitige Europa-League-Qualifikation hat es nicht gereicht, aber trotzdem gab es beim VfB Stuttgart nach dem 2:2 (0:0) gegen Mainz 05 Jubel, Ovationen und auch einige Tränen.

Die Fans feierten die Vertragsverlängerung von Stürmer Cacau und bereiteten vor allem Torwart Jens Lehmann nach seinem letzten Heimspiel für den VfB einen emotionalen Abschied. Ciprian Marica hatte zuvor die Stimmung im Stadion gerettet, als er mit seinem Doppelpack in der 73. und 75. Minute die Mainzer Führung durch Tore von Malik Fathi (52.) und André Schürrle (63.) noch ausglich.

«Am Anfang fehlte uns die Entschlossenheit und Aggressivität. Aber dann hat die Mannschaft erneut extrem viel Charakter gezeigt», sagte Stuttgarts Trainer Christian Gross. Auch gegen Leverkusen (2:1) und Mönchengladbach (2:1) hatte sein Team aus Rückständen noch etwas Zählbares gemacht. Der Vorsprung auf den Hamburger SV ist zwar wieder auf drei Punkte geschmolzen, da der HSV gegen Nürnberg gewann. Aber am letzten Spieltag benötigt der VfB nur noch einen Punkt, um den sechsten Platz der Fußball-Bundesliga zu behaupten. «Jetzt müssen wir zum Ende der Saison noch einmal alles mobilisieren», meinte Gross.

Für ähnlich großen Jubel wie Maricas Tore hatte unter den 41 600 Zuschauern schon der Abschluss des Vertragspokers mit Cacau gesorgt. Unmittelbar nach dem Anpfiff gab der Verein via Stadionlautsprecher bekannt, dass der Stürmer seinen Kontrakt bis 2013 verlängert hat. Im März hatte der 29-Jährige noch verkündet, den VfB zu verlassen.

Direkt nach der Partie bildete er zusammen mit dem Trainerteam und allen anderen Spielern ein Spalier für Lehmann und die als Abgänge feststehenden Ricardo Osorio, Roberto Hilbert und Alexander Hleb. Vor allem Lehmann erhielt stehend dargebrachte Ovationen der Fans. «Ich habe gemerkt, wie begeisterungsfähig die Schwaben sind», sagte er. «Ich hatte hier einen tollen Empfang und einen sehr, sehr emotionalen Abschied.» Nach dem Spiel in Hoffenheim wird der 40-Jährige seine Karriere beenden.

Gegen Mainz erlebte er aber noch einmal ein unruhigeres Spiel, als ihm lieb war. Kurz vor Schluss rettete er dem VfB bei einer Parade gegen Chadli Amri wenigstens das 2:2. Und auch vor Maricas Treffern war er angesichts der lange Zeit blutleeren Stuttgarter Leistung häufig damit beschäftigt, seine Vorderleute zusammenzustauchen.

Mainz war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. «Wir haben eines unserer besten Spiele in dieser Saison gezeigt», meinte Trainer Thomas Tuchel. Bezeichnend für die uninspirierte Vorstellung des VfB war dagegen, wie Marica zunächst seine beste Chance vergab (9.).

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild: Der VfB spielte schwerfällig, Mainz souverän. Nach einem Freistoß des ehemaligen Stuttgarters Jan Simak traf Fathi mit der Hacke zum 0:1. Der starke Schürrle erhöhte elf Minuten später auf 0:2. Als schon niemand mehr damit rechnete, schlug der VfB zurück. Zunächst nutzte Marica ein Missverständnis zwischen Wetklo und Niko Bungert. Dann verwertete er einen Pass von Cacau. «Wenn uns vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir uns eventuell über ein 2:2 in Stuttgart ärgern, dann wäre es uns schwer gefallen, das zu glauben», sagte Tuchel. (dpa)

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