Bundesliga VfB will Cacau halten: Kehrtwende möglich

Stuttgart . Im Fall des abwanderungswilligen Nationalspielers Cacau deutet sich eine Kehrtwende an. Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart hegen die Hoffnung, den Stürmer doch noch halten zu können.
18.04.2010, 13:11
Lesedauer: 2 Min
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Stuttgart . Im Fall des abwanderungswilligen Nationalspielers Cacau deutet sich eine Kehrtwende an. Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart hegen die Hoffnung, den Stürmer doch noch halten zu können.

«Der Trainer und ich würden es gerne sehen, wenn Cacau weiter hier beim VfB Stuttgart spielen würde», sagte Sportdirektor Horst Heldt nach dem 2:1-Sieg des schwäbischen Fußball-Bundesligisten gegen Bayer 04 Leverkusen. Cacau signalisierte nun erneute Gesprächsbereitschaft, nachdem die Verhandlungen gescheitert waren: «Es ist noch nicht entschieden, wohin es geht.»

Angeblich wollen sich beide Parteien am 20. April erneut zusammensetzen und sondieren, ob doch noch eine Einigung möglich ist. Cacau zeigte sich kompromissbereit: «Eigentlich hat sich an der Situation nichts geändert. Aber wenn der Verein auf mich zukommt, werde ich es mir nochmals überlegen.» Manager Heldt verwies darauf, dass Cacau entschieden habe, dass «es keine Gespräche mehr gibt. Das heißt ja nicht, dass das endgültig ist.»

Cacau will den VfB nach sieben Jahren wegen angeblich zu geringer Wertschätzung verlassen. Heldt hatte Forderungen des Torjägers, in eine Gehaltsklasse wie etwa sein Nationalmannschaftskollege Serdar Tasci eingestuft zu werden, abgelehnt. Der 29-Jährige betonte jetzt aber: «Es geht mir nicht ums Geld.» Der gläubige Christ und zweifache Familienvater erwartet auch mehr Anerkennung wegen seiner Verdienste. Interesse an einer Verpflichtung des gebürtigen Brasilianers sollen unter anderem der FC Sevilla und der VfL Wolfsburg haben.

Jeronimo Maria Barreto Claudemir da Silva, kurz Cacau, hatte zuvor wieder einmal gezeigt, wie wertvoll er für den VfB Stuttgart ist: Beim Sieg gegen Bayer Leverkusen gelang ihm erneut ein spielentscheidender Doppelschlag. Wie zuvor im Februar der Viererpack gegen den 1. FC Köln und eine Woche später zwei Treffer gegen Eintracht Frankfurt. «Cacau hat den brasilianischen Touch. Das macht den Unterschied aus», brachte es Mannschaftskapitän Matthieu Delpierre auf den Punkt.

Diese brasilianischen Tugenden haben dem inzwischen eingebürgerten Stürmer auch den Weg in die deutsche Nationalmannschaft geebnet. Vor elf Monaten debütierte Cacau unter Bundestrainer Joachim Löw gegen China. Seine Nominierung für den WM-Kader gilt dank seiner Vielseitigkeit als sicher. «Er ist sehr beweglich, spielstark und torgefährlich», strich VfB-Coach Christian Gross die Qualitäten des 29 Jahre alten gläubigen Christen heraus.

Eventuell könnte Christian Gross in den Verhandlungen mit Cacau eine Vermittlerrolle zukommen. «Vielleicht besteht noch eine kleine Chance für weitere Gespräche», deutete der Coach eine mögliche Kehrtwende an. «So lange er noch nicht bei einem anderen Club unterschrieben hat, ist noch nichts entschieden.» Gross strich Cacaus Qualitäten heraus: «Er ist sehr beweglich, spielstark und torgefährlich.» Wegen seiner Vielseitigkeit gilt der inzwischen eingebürgerte Wahl-Schwabe als aussichtsreicher WM-Kandidat bei Bundestrainer Joachim Löw. (dpa)

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