Nach Hertha-Auszug

Vorschlag: Berliner Olympiastadion als „deutsches Wembley“

Architekt Hubert Nienhoff vom Büro Gerkan, Marg und Partner (gmp) hat einen Alternativplan für das Berliner Olympiastadion nach einem möglichen Auszug von Hertha BSC vorgeschlagen.
02.01.2021, 11:49
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Architekt Hubert Nienhoff vom Büro Gerkan, Marg und Partner (gmp) hat einen Alternativplan für das Berliner Olympiastadion nach einem möglichen Auszug von Hertha BSC vorgeschlagen.

„Bevor es komplett brach liegt, warum nutzen wir es nicht endlich als Nationalstadion?“, sagte der 62-Jährige dem Nachrichtenportal „t-online“. Fußball-Bundesligist Hertha BSC will bis 2025 in einem eigenen Fußballstadion spielen. Allerdings ist noch kein geeigneter Standort gefunden.

Auch Nienhoffs Kollege Hans Joachim Paap fände die Nachnutzung ideal: „Deutschland hätte endlich sein “deutsches Wembley„, das sich vor Vergleichen mit dem Original nicht fürchten muss“. Zudem wäre eine Umgestaltung in ein reines Fußballstadion über die Hälfte günstiger im Vergleich zum Stadionneubau in England.

Allerdings würde der Verlust der Laufbahn keine Leichtathletikveranstaltungen mehr zulassen. Im Olympiastadion findet jährlich das Internationale Stadionfest Istaf statt, zudem war Berlin schon Gastgeber einer Leichtathletik-WM und -EM.

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB), sprach sich gegen den Vorschlag der Architekten aus. „Olympiastadion muss ein Olympiastadion bleiben - ein Markenzeichen der Sportmetropole Berlin“, schrieb Härtel auf Twitter. Zugleich unterstrich der 69-Jährige die Vielseitigkeit der 74 500 Zuschauer fassenden Arena: „Eine Heimat für die Leichtathletik und dem Fußball. Beim Pokalfinale ist die Hütte voll - die Stimmung super!“ Zudem sei das Stadion „für Nationalspiele immer geeignet“.

© dpa-infocom, dpa:210102-99-874582/3 (dpa)

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