Berlin Wieder Rückschlag für Hertha: 0:2 gegen Hoffenheim

Berlin. Der Heimfluch hält an, der Abstieg rückt wieder ein Stück näher. «Kellerkind» Hertha BSC unterlag am 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1899 Hoffenheim mit 0:2 (0:1) und ist nun schon 203 Tage im eigenen Stadion ohne Sieg.
27.02.2010, 19:00
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Berlin. Der Heimfluch hält an, der Abstieg rückt wieder ein Stück näher. «Kellerkind» Hertha BSC unterlag am 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1899 Hoffenheim mit 0:2 (0:1) und ist nun schon 203 Tage im eigenen Stadion ohne Sieg.

Demba Ba brachte die Gäste in Führung (35. Minute), Vedad Ibisevic machte mit seinem neunten Saisontor alles klar (90.+2). 1899-Trainer Ralf Rangnick sah vor allem in «Bereitschaft, Willen und Disziplin» beim «Spiel gegen den Ball» den Schlüssel zum Erfolg, nachdem Hoffenheim zuvor sechs Pflichtspiele nacheinander auf fremden Plätzen nicht gewonnen hatte. Mit 32 Zählern rangiert 1899 auf Rang neun.

Dem zarten Berliner Hoffnungspflänzchen, das in der zweiten Halbserie langsam gewachsen war, droht nach der 15. Saison-Niederlage dagegen ein neuer Knick. Hertha bleibt mit 15 Punkten am Tabellenende kleben. Trainer Friedhelm Funkel gab sich dennoch entschlossen: «Wir haben einen Punkt verloren auf Freiburg und Nürnberg - aber der Kampf geht weiter.» Keiner habe glauben können, «dass wir ungeschlagen durch die Rückrunde kommen», ergänzte der Coach. Für Hoffenheim war es der erste Auswärts-Dreier seit Anfang November vergangenen Jahres.

Die Herthaner, zuletzt mit einem 3:0-Sieg in der Liga in Freiburg und einem 0:4-Debakel in der Europa League bei Benfica Lissabon schon im Taumel der Gefühle, stürzten gegen 1899 von einem Extrem ins andere. Schon nach 55 Sekunden hätte das Tabellen-Schlusslicht in Führung gehen müssen. Doch nach einem Fehler von Verteidiger Marvin Compper übersah Raffael den frei mitgelaufenen Theofanis Gekas und schoss am Tor vorbei. «In der Regel wird das von so einem Gegner wie Hoffenheim bestraft», erklärte Funkel. Die Hoffnung schöpfen seine Profis derzeit weiter mehr aus der Schwäche der Konkurrenz: «Ein Glück, dass die anderen nicht gewinnen», sagte Steve von Bergen.

Die Gastgeber demonstrierten vor 37 391 Zuschauern nur 25 Minuten lang die für den Abstiegskampf notwendige Entschlossenheit. Doch vor allem der Brasilianer Raffael, ansonsten mit den besten Spielanlagen, wirkte im Abschluss viel zu hektisch und vergab gleich drei gute Möglichkeiten zur Führung. Die Hoffenheimer, die zuletzt auswärts viermal in Serie in der Bundesliga und dazu auch im DFB-Pokal verloren hatten, investierten nicht viel - aber das Wenige reichte. Bei seinem dritten Offensiv-Versuch tankte sich Ba gegen Lukasz Pisczcek, der gleich darauf mit einer Sprunggelenks-Verletzung raus musste, und vor allem gegen den zögernden Nationalspieler Arne Friedrich durch und schob die Kugel aus Nahdistanz ins Berliner Tor.

Nach dem neuen Schock tat sich Hertha schwer, fand gegen die ohne Luiz Gustavo (gesperrt) und Andreas Beck (verletzt) angetretenen Gäste keine Ideen. Immer wieder versuchten es die Berliner durch die Mitte, wo vor allem der Ex-Herthaner Josip Simunic trotz einer erst gerade ausgeheilten Wadenblessur nicht auszuspielen war. Ein Schuss von Florian Kringe wurde abgeblockt (63.) - mehr gelang Hertha nicht. Berlins Keeper Jaroslav Drobny konnte in der Nachspielzeit das zweite Hoffenheimer Tor durch Ibisevic nicht verhindern. Die Gäste bezahlten den Erfolg aber teuer: Isaac Vorsah zog sich einen Innenbandabriss im Knie zu und fällt mindestens sechs Wochen aus. Auch Maicosuel musste mit einer allerdings nicht so schweren Blessur vorzeitig vom Feld. (dpa)

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