Nach WM-Aus Kein "Weihnachtsgeld" für deutsche Nationalspieler

Nach dem WM-Aus in Katar spart sich der DFB die Auszahlung einer möglichen Rekordprämie an die 26 Spieler. Klingt nach Ersparnis, aber nur auf den ersten Blick - denn auch dem DFB entgehen Millionen.
03.12.2022, 05:06
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Den deutschen Fußball-Nationalspielern ist nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft ein sattes "Weihnachtsgeld" von bis zu 400.000 Euro pro Mann entgangen. Diese Rekordprämie hatten Kapitän Manuel Neuer, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan mit der DFB-Spitze um Präsident Bernd Neuendorf für den Fall des Titelgewinns in Katar ausgehandelt.

Den Verband hätte das bei 26 Akteuren addiert 10,4 Millionen Euro gekostet. Dazu wären noch die in der Höhe unbekannten Prämien für das Trainerteam um Hansi Flick gekommen. Nach dem frühen K.o. gehen die DFB-Spieler leer aus.

Der DFB spart sich also hohe Ausgaben - aber nur auf den ersten Blick. Dem Verband sind nämlich durch den sportlichen Misserfolg auch hohe Millionenzahlungen des Weltverbandes entgangen. Die Fifa zahlt den nach der Gruppenphase ausgeschiedenen 16 Mannschaften umgerechnet rund neun Millionen Euro. Dazu erhielt jeder der 32 für die WM-Endrunde qualifizierten Nationalverbände vor dem Turnier 1,5 Millionen Euro, um die Vorbereitungskosten abzudecken.

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Im Erfolgsfall wären aber ganz andere Summen in die DFB-Kasse geflossen. Die FIFA schüttet bei dieser WM umgerechnet rund 440 Millionen Euro an Preisgeldern aus. Der Weltmeister erhält 42 Millionen Euro, der unterlegene Finalist 30 Millionen Euro. Platz drei wird mit 27 Millionen Euro honoriert, der Verlierer des Spiels um Platz drei bekommt 25 Millionen Euro. Alleine der trotz des 4:2 im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica knapp verpasste Einzug ins Achtelfinale wäre mit 13 Millionen Euro honoriert worden. 

Von den Fifa-Geldern hätte der DFB die Spieler-Prämien locker bezahlen können. Für den Gruppensieg hätten diese jeweils 50.000 Euro erhalten. Eine Viertelfinal-Teilnahme hätte der Verband mit 100.000 Euro entlohnt, das Halbfinale mit 150.000 Euro. Der dritte Platz hätte 200.000 Euro eingebracht, ein verlorenes Finale 250.000 Euro. Die höchste ausgezahlte Turnierprämie bleiben nun die 300.000 Euro je Spieler beim WM-Triumph 2014 in Brasilien. Aus dem Katar-Kader erhielten diese damals Neuer, Müller, Mario Götze und Matthias Ginter.

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