Freiburg Wolfsburg verspielt letzte Europa-League-Chance

Freiburg . Cedrick Makiadi hat seinem Ex-Club VfL Wolfsburg die letzte Chance auf eine Teilnahme an der Europa League vermasselt und dem SC Freiburg zu einem Big Point im Abstiegskampf verholfen.
25.04.2010, 20:21
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Freiburg . Cedrick Makiadi hat seinem Ex-Club VfL Wolfsburg die letzte Chance auf eine Teilnahme an der Europa League vermasselt und dem SC Freiburg zu einem Big Point im Abstiegskampf verholfen.

Dem früheren Wolfsburger gelang mit einem tückischen Aufsetzer das einzige Tor (38. Minute) für die stark aufspielenden Freiburger beim 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den deutschen Meister.

Damit konnte der SC am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga die Patzer der «Kellerkonkurrenten» Hertha BSC, Hannover 96, VfL Bochum und 1. FC Nürnberg nutzen und hat als 14. drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Sollte Bochum am Samstag beim FC Bayern München nicht gewinnen, hätte der SC Tabellenrang 16 sicher und könnte nicht mehr direkt in die Zweite Liga absteigen.

Die in den ersten 45 Minuten enttäuschenden Wolfsburger dagegen verspielten nach dem 2:0-Sieg des VfB Stuttgart in Bochum ihre letzte Chance auf den sechsten Tabellenplatz und sind in der kommenden Saison in keinem internationalen Wettbewerb vertreten.

Bei 25 Grad im sommerlich-warmen Breisgau brachten die Gastgeber den deutschen Meister vor 22 700 Zuschauern von Beginn an gehörig ins Schwitzen. Mohamadu Idrissou (14.), Johannes Flum (23.), Makiadi (36.) und Jonathan Jäger (37.) vergaben die ersten Torchancen. Besser machte es Makiadi, der von 2002 bis 2008 das Wolfsburg-Trikot trug, sieben Minuten vor der Pause. Mit einem Aufsetzer aus 25 Metern bestrafte er die «Wölfe» für ihre Passivität und ließ Torwart Diego Benaglio nicht gut aussehen.

Der SC trat in den ersten 45 Minuten nicht wie ein Abstiegskandidat auf. Die Mannschaft von Trainer Robin Dutt imponierte durch eine gute Raumaufteilung und kreatives Flügelspiel. Dagegen konnten sich die Gäste aus Niedersachsen nicht eine Tormöglichkeit erarbeiten - das Fehlen von Regisseur Zvjezdan Misimovic (Wadenzerrung) machte sich deutlich bemerkbar.

«Die Halbzeit war herausragend. Das Tor war eine Belohnung für eine richtig gute Leistung», sagte Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner in der Pause beim TV-Sender Sky. «Wir haben unglaublich diszipliniert gespielt.» Zunichte waren damit auch die Wolfsburger Hoffnungen auf den fünften Auswärtssieg zu null in Serie.

Aber immerhin ging der VfL nach dem Wechsel engagierter und offensivfreudiger zu Werke. Die Kabinenansprache von Lorenz-Günther Köstner in seinem drittletzten Einsatz als VfL-Chefcoach schien gefruchtet zu haben. Grafite konnte sich nach einer Stunde erstmals in Szene setzen, schoss aus spitzem Winkel aber über das Tor.

Ansonsten waren die hochgelobten Angreifer Grafite und Edin Dzeko bei den Freiburger Verteidigern Felix Bastians und Oliver Barth weitgehend abgemeldet. Mit dem knappen Vorsprung im Rücken ließen es die Badener in den zweiten 45 Minuten ruhiger angehen. Grafite vergab zweimal kläglich (68. und 77.). Mit kompakter Abwehrarbeit und etwas Glück retteten die Freiburger den Sieg. (dpa)

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