Wolfsburg

Zwei Tore fehlen Bayern nach 3:1 zur Spitze

Wolfsburg. Nur noch zwei Tore fehlen dem FC Bayern zur Bundesliga-Tabellenspitze. Die Münchner setzten ihre eindrucksvolle Siegesserie mit dem 3:1 (2:0) beim VfL Wolfsburg fort.
06.02.2010, 18:30
Lesedauer: 2 Min
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Wolfsburg. Nur noch zwei Tore fehlen dem FC Bayern zur Bundesliga-Tabellenspitze. Die Münchner setzten ihre eindrucksvolle Siegesserie mit dem 3:1 (2:0) beim VfL Wolfsburg fort.

Trotz des Unentschiedens von Bayer Leverkusen in Bochum verpassten die Bayern knapp den Sprung auf Platz eins. Durch die Treffer von Arjen Robben (2.) und Daniel van Buyten (26.) sowie das Eigentor von Andrea Barzagli (57.) holten die Münchner zum achten Mal in Serie drei Punkte und schafften zudem die Revanche für das 1:5 in der Vorsaison. Die Wolfsburger, für die nur Grafite (90.) traf, setzten vor 30 000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena ihren Sturzflug fort und blieben zum neunten Mal nacheinander ohne Sieg.

Die Bayern zeigten in Wolfsburg erneut eine souveräne Leistung und beeindruckten durch Effizienz. Trainer Louis van Gaal war dennoch nicht zufrieden. «Wir haben arrogant gespielt», kritisiert der Coach im «Sky»-Interview: «Wir waren nicht konzentriert genug.» Van Gaal vermisste offenbar weitere Tore für den Sprung an die Spitze.

Im Blickpunkt stand bei den Bayern wieder einmal Robben. Der niederländische Wirbelwind lief dieses Mal mit einer langen Unterhose in Rot auf, weil der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die hellgraue untersagt hatte, und war auch im neuen Dress nicht zu halten. VfL- Außenverteidiger Marcel Schäfer schaute dem Bayern-Angreifer meist nur hinterher, der später seinem Trainer widersprach: «Arrogant kann man nicht sagen. Wenn du 3:1 in Wolfsburg gewinnst, dann denke ich, war das eine gute Leistung.»

Schon beim ersten Treffer konnte Schäfer den flinken Robben nicht halten. Der Niederländer hatte keine Mühe, den Pass von Thomas Müller einzuschieben. Noch deutlicher wurden die Defensiv-Probleme der «Wölfe» beim zweiten Bayern-Treffer: Nach einer Ecke ließ Grafite Stürmer Ivica Olic unbedrängt köpfen, und van Buyten bugsierte die Vorlage ungehindert ins Netz, weil Alexander Madlung die Szene für bereinigt hielt und den Belgier nicht mehr bedrängte.

Andre Lenz hatte im Tor der Wolfsburger kräftig zu tun und konnte einem fast ein bisschen leidtun. Der VfL-Ersatztorwart, der erneut für den am Knie operierten Diego Benaglio zwischen den Pfosten stand, zeigte eine gute Leistung, wurde von seinen Vorderleuten jedoch zu häufig alleine gelassen.

Bei der Heimpremiere des neuen VfL-Trainers Lorenz-Günther Köstner spielten die Wolfsburger nur bis zum zweiten Gegentor ordentlich mit. Der Meister, der nach der fünften Gelben Karte im kommenden Spiel auf Makoto Hasebe verzichten muss, zeigte sich in der Defensive anfällig und stellte seine Bemühungen frühzeitig ein. «Bis zum 2:0 haben wir gut nach vorne gespielt», fasste Christian Gentner zusammen.

Der Unterschied zum Vorjahr wurde vor allem an Grafite deutlich. Der Brasilianer, der damals das «Tor des Jahres» erzielte, vergab die besten Chancen des Meisters und scheiterte schließlich auch noch mit dem Elfmeter (66.), den Jörg Butt leicht parieren konnte. Erst in der letzten Minute traf er mit einem Abstauber per Kopf.

Franck Ribéry kam erst in der 46. Minute in die Partie und stand gleich mehrfach im Mittelpunkt. Der französische Spielmacher, der zuletzt mehr mit den Diskussionen um seine Vertragsverlängerung für Schlagzeilen gesorgt hatte, nötigte beim dritten Treffer Barzagli durch seinen Einsatz zum Eigentor. Er verursachte jedoch auch den Elfmeter durch ein Foul an Sascha Riether. (dpa)

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