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Sandro Schwarz: Fernsehzuschauer statt Fußball-Trainer

06.10.2019 0 Kommentare

Sandro Schwarz
Durfte wegen einer Gelb-Roten Karte nicht vom Spielfeldrand aus coachen: Mainz-Trainer Sandro Schwarz. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Frank Rumpenhorst / dpa)

Immerhin saß Sandro Schwarz im Warmen. Doch auf diesen Luxus hätte der Trainer des FSV Mainz 05 liebend gerne verzichtet.

Weil er nach seiner Gelb-Roten Karte im Spiel gegen den VfL Wolfsburg vor einer Woche gesperrt war, durfte er sein Team im Kellerduell beim SC Paderborn nicht betreuen - und blieb dem Stadion deshalb gleich ganz fern. „Er hat das Spiel im Mannschaftsbus verfolgt“, berichtete der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder nach dem wichtigen 2:1 (2:1)-Sieg.

„Ich wollte in Ruhe schauen“, begründete Schwarz seine ungewöhnliche Platzwahl. Doch daraus wurde nichts. „Entspanntes Fußball-Gucken ist anders“, sagte der 40-Jährige der „Bild“-Zeitung. „Ich bin hin und her gelaufen, hab' rumgeschrien - vom Emotionalen her war's mein schwerster Sieg.“

Während der 90 Minuten war nur Busfahrer Jens Hahn bei Schwarz, der den Gang zu seiner Coaching-Zone machte. „Gesessen habe ich höchstens vier Sekunden“, erzählte er. Erst eine halbe Stunde nach dem Abpfiff, als gerade die Pressekonferenz mit seinem Vertreter Jan-Moritz Lichte lief, schlich Schwarz in die Kabine, um seinen Schützlingen zu den drei Punkten zu gratulieren.

Für einen, der sonst 90 Minuten am Spielfeldrand mit lebt und sein Team stets emotional pusht, war es eine verdammt harte Erfahrung. Die möchte er auf keinen Fall noch einmal machen müssen. „Das wäre nicht gut für meine Gesundheit“, sagte Schwarz.

Sein eigentlicher Co-Trainer Lichte machte seinen Job in Paderborn gut. „Er hat die richtige Ansprache gefunden, auch noch mal erklärt, wie es ist, ohne Trainer und vielleicht auch für den Trainer zu spielen“, lobte Schröder den Aushilfscoach. Der war fleißig an der Seitenlinie unterwegs, aber nicht so emotional in die Partie involviert, wie das Schwarz gewöhnlich ist.

„Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel schneller rumgeht“, beschrieb Lichte im Pay-TV-Sender Sky, wie er die Begegnung wahrgenommen habe. Es habe Spaß gemacht, der Sieg sei natürlich sehr wichtig. „Trotzdem freue ich mich, in zwei Wochen wieder meinen Job auszufüllen und Sandro zu unterstützen“, sagte der 39-Jährige bescheiden.

Durch den zweiten Saisonsieg können er und Schwarz in der Länderspielpause ganz in Ruhe arbeiten. Eine Niederlage beim Schlusslicht hätte es etwas ungemütlicher werden lassen. „Der Dreier war elementar wichtig“, sagte Schröder. Das sah auch Schwarz so. Ein Unentschieden „wäre fatal gewesen“, meinte er. Sein Jubel über den zweiten Saisonsieg hielt sich anscheinend dennoch im Rahmen. Denn als der Mannschaftsbus Paderborn verließ, waren keine Schäden am und im Bus zu erkennen. (dpa)


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?