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Ruhiger Montagabend?
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Wolfsburg gegen Hoffenheim kein Zuschauermagnet

22.09.2019 0 Kommentare

Tennisbälle
Bei Montagsspielen flogen von der Tribüne Tennisbälle auf den Platz. Foto: Uwe Anspach (Uwe Anspach / dpa)

Was hat es nicht schon alles für Proteste gegen die Montagabendspiele in der Fußball-Bundesliga gegeben. Mal flogen von den Tribünen Tennisbälle auf den Platz, mal wurde dort in tausende von Trillerpfeifen geblasen.

In Frankfurt stand bis kurz vor dem Anpfiff sogar mal ein kompletter Fanblock direkt am Spielfeldrand. Bei der Partie VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim (Montag, 20.30 Uhr) dürfte es diesmal etwas ruhiger zugehen. Es ist das erste Montagabendspiel der neuen Saison, und beide Fanlager gelten nicht gerade als besonders heißblütig. Auch Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner sagte am Sonntag noch unter dem Eindruck des Europa-League-Spiels gegen PFK Olexandrija: „Dass wir am Montag spielen, ist sogar gut für uns, weil wir einen Tag mehr für die Regeneration haben. Ich mache mir allerdings generell wenig Gedanken über die Spielansetzungen und nehme es, wie es kommt.“

Besonders für den VfL gilt: Einerseits sind späte Abendspiele ein Problem, andererseits auch ein sportliches Ziel. Das war schon am Donnerstag zu sehen, als der Europa-League-Auftakt gegen Olexandrija (3:1) vor nur 10 000 Zuschauern in einer nicht einmal halbvollen Arena stattfand. Solche Spiele sind weder familienfreundlich noch mit der Spätschicht im nahen VW-Werk zu vereinbaren. Trotzdem sind sie für Wolfsburg wie Hoffenheim sportlich sehr attraktiv. Beide wollen auch in dieser Saison wieder um die Europa-League-Plätze mitspielen.

„Die Liga ist sehr eng. Drei bis vier Mannschaften werden sicher vorne bleiben, aber da hinter ist es sehr eng“, sagte Glasner am Sonntag. „Auch die TSG Hoffenheim hat den Anspruch, um die europäischen Plätze mitzuspielen. Ihre Ergebnisse spiegelten zuletzt nicht immer den Spielverlauf wieder.“

Der Österreicher auf der Wolfsburger Bank steht in dieser Saison vor einer ähnlichen Aufgabe wie sein niederländischer Kollege Alfred Schreuder in Hoffenheim: Beide beerbten im Sommer äußerst erfolgreiche Vorgänger und vermitteln ihren Teams nun ihre eigenen Spielideen. Beim VfL verläuft dieser Prozess bislang erfolgreicher als bei der TSG, denn unter Glasner sind die Niedersachsen in drei verschiedenen Wettbewerben bislang noch ungeschlagen. „Wir alle haben eine sehr hohe Erwartungshaltung, aber damit können wir bislang wirklich zufrieden sein“, sagte der 45-Jährige.

In Hoffenheim sieht das anders aus. Der Umbruch im Spielerkader war dort deutlich größer, die Ergebnisse sind auch deshalb bislang sehr schwankend. In der verlängerten Trainingswoche, die ihm dieses Montagabendspiel bescherte, musste Schreuder mit seinen Profis erst einmal eine 0:3-Derby-Niederlage gegen den SC Freiburg aufarbeiten.

„Die Jungs haben super reagiert. Sie haben sehr gut trainiert, mit sehr viel Spannung und Biss“, sagte der ehemalige Co-Trainer von Ajax Amsterdam vor dem Wolfsburg-Spiel. Der durchwachsene Saisonstart macht ihn ebenfalls nicht nervös. „Auch in der vergangenen Saison hat es bei der TSG etwas gedauert“, meinte Schreuder. „Wir haben sehr viel Potenzial und Talent in der Mannschaft. Wir werden weiter in Ruhe arbeiten und dann wird sich das auch auszahlen.“ (dpa)


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...