Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst verbessert sich in der Halbzeitwertung auf Rang 22/Wildeshausen am besten, Tur Abdin weit hinten Fußballer holen in der Fairness-Tabelle auf

Delmenhorst·Landkreis Oldenburg. Die Mannschaften des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst werden immer fairer. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten VGH-Fairness-Wertung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hervor.
16.01.2014, 00:00
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Von Kim Patrick Puhlmann

Die Mannschaften des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst werden immer fairer. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten VGH-Fairness-Wertung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hervor. In der Abschlussbilanz der vergangenen Saison belegte der Kreis noch Platz 29. In der abgelaufenen Hinrunde verbesserten sich die Vereine auf den 22. Rang unter insgesamt 43 Kreisen.

Im Fairness-Cup gibt es für eine Gelbe Karte einen Strafpunkt, für Gelb-Rot drei und für Rot fünf Zähler. Zudem schlagen Sportgerichtsurteile und das Nichtantreten von Teams mit jeweils zehn Punkten zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele weist den jeweiligen Quotienten aus. Diesen ermittelte der NFV nicht nur für die Fußballkreise, sondern auch für die einzelnen Mannschaften von der Bundesliga bis zur Kreisliga.

Nach 333 Spielen, 745 Gelben, 23 Gelb-Roten und 26 Roten Karten ergibt sich für den Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst ein Fairness-Quotient von 2,92 – ein gesicherter Mittelfeld-Platz. Das war nicht immer so: Vor einem Jahr fand sich der Kreis noch auf dem 37. Rang wieder (Quotient: 3,12). Vor dem Zusammenschluss belegte der Altkreis Oldenburg-Land im Jahr 2012 den elften Platz, der Altkreis Delmenhorst war 20. Die aktuelle Halbzeitbilanz führt das Emsland (2,39) vor Lüchow-Dannenberg (2,41) und Stade (2,45) an, Letzter ist Celle mit einem Quotienten von 3,65.

Platz eins der fairsten Mannschaft Niedersachsens geht an den SV Heiligenfelde (0,75). Der Bezirksliga-Vierte im Kreis Diepholz kam mit zwölf Gelben Karten in 16 Spielen aus. Schlusslicht Damla Genc Hannover aus der Bezirksliga kassierte in 16 Begegnungen 58 Gelbe, zwei Gelb-Rote und sieben Rote Karten. Aus der Kartenflut errechnet sich ein Quotient von 6,19. Das fairste Team des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst stellt der VfL Wildeshausen (Vierter der Bezirksliga). In 17 Spielen sah die Elf von Trainer Klaus Ebel 16 Gelbe und eine Rote Karte – das macht einen Quotienten von 1,24 und den 17. Platz in der Gesamtwertung. „Fairness ist mir wichtig, dadurch sammeln wir Pluspunkte bei den Schiedsrichtern. So schaffen wir eine legale Beeinflussung“, sagte Ebel. Hinter Wildeshausen liegen die beiden Kreisligisten FC Hude (1,56; Platz 42) und TuS Heidkrug (1,82; Platz 98).

Kein Verständnis zeigt Klaus Ebel für den Bezirksliga-Spitzenreiter Kickers Wahnbek: „Ich verstehe die Mannschaft nicht. Als Tabellenführer löst man Probleme doch spielerisch und nicht mit Härte.“ Die Bilanz der Wahnbeker: 17 Spiele, 41 Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte. Mit einem Wert von 4,06 liegt das Team auf dem 908. Rang unter insgesamt 1011 niedersächsischen Vereinen. Noch deutlich dahinter rangiert die unfairste Mannschaft des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst: der SV Tur Abdin. Die Elf von Neu-Coach Andree Höttges weist einen Quotienten von 4,71 auf und steht auf dem 972. Platz. Vor allem vier Rote Karten fallen ins Gewicht. Vorletzter des Kreises ist der SV Tungeln (Quotient 4,41; Platz 948). Knapp davor liegen der KSV Hicretspor (4,25; Platz 930) und der SV Baris (4,00; Platz 903).

Für das fairste Team des Kreises aus Wildeshausen steht am kommenden Sonnabend das Hallenmasters in Ahlhorn an. Klaus Ebel erwartet dort wie immer einen disziplinierten Auftritt seiner Spieler: „Wir wollen ein erfolgreiches und vor allem ordentliches Turnier abliefern.“ Dabei will sich der Trainer auch in der Halle nicht vom möglicherweise härteren Einsteigen anderer Mannschaften provozieren lassen.

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