Kommentar über Manuel Neuer

Fußnote

Soll Torhüter Manuel Neuer nach langer Verletzungspause mit zur WM nach Russland? Unbedingt. Doch Bundestrainer Löw muss Neuer zugleich schützen – und nicht spielen lassen, findet Oliver Matiszick.
11.05.2018, 19:03
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Fußnote
Von Oliver Matiszick

Manuel Neuer ist der beste Torhüter der Welt. Fußnote: Wenn er fit und voll belastbar und austrainiert ist. All das trifft im Mai 2018 nur beschränkt zu. Jedenfalls nicht in dem Maße, das es bräuchte, um beim Abpfiff des WM-Finales am 15. Juli auch Torhüter der weltbesten Mannschaft zu sein. Das darf dann ruhig Marc-André ter Stegen sein.

Auf ihn bei der WM als Nummer eins zu vertrauen, wäre kein Risiko. Dem deutschen Fußball hat es noch nie an herausragenden Torhütern gemangelt. Bundestrainer Joachim Löw kann es sich daher nicht nur erlauben, auf ter Stegen statt Neuer zu setzen – er sollte es sogar.

Es geht dabei nicht um Neuers fehlende Spielpraxis, seit im September 2017 abermals der Knochen seines linken Mittelfußes brach. Sondern weil Löw den überragenden WM-Keeper von 2014 schützen muss. Ein schneller Rückschlag, die erneute Verletzung des fragilen Fußes könnte Neuer, 32, die Karriere kosten.

Dass sein Name am 4. Juni auf Löws endgültiger WM-Kaderliste steht, sollte indes keine Frage sein. Es hat auch mit Neuers Wert für das Gesamtgebilde Nationalelf zu tun. Und mit Respekt gegenüber dem zurzeit besten Torhüter-Rekonvaleszenten der Welt.

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