Dressurreiterin Nadine Husenbeth aus Sottrum ist weiterhin auf Erfolgskurs Gänsehaut bei der Nationalhymne

Sottrum. Ein toller Erfolg für die Sottrumer Dressurreiterin Nadine Husenbeth: Sie gehört zu den zehn Reitern, die von Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu und dem Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) für die Teilnahme an der Deutsche Bank Reitsport-Akademie nominiert wurden. Die zehn Stipendiaten erhalten individuelle Trainingseinheiten, Zugang zu ausgewählten Turnieren in Deutschland und Beratung durch Mentoren der Deutschen Bank bei ihrer weiteren beruflichen Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe.
15.01.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Andrea Zachrau

Ein toller Erfolg für die Sottrumer Dressurreiterin Nadine Husenbeth: Sie gehört zu den zehn Reitern, die von Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu und dem Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) für die Teilnahme an der Deutsche Bank Reitsport-Akademie nominiert wurden. Die zehn Stipendiaten erhalten individuelle Trainingseinheiten, Zugang zu ausgewählten Turnieren in Deutschland und Beratung durch Mentoren der Deutschen Bank bei ihrer weiteren beruflichen Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Der oder die Jahrgangsbeste darf im Juli am CHIO in Aachen teilnehmen.

„Es ist eine Ehre für mich, dass ich ausgewählt wurde“, freute sich die 23-Jährige. Die Teilnahme an der Akademie stelle sowohl aus reiterlicher als auch aus beruflicher Sicht eine besondere Herausforderung dar. „Es ist schön zu sehen, dass Floridas und meine Leistung auf diese Art und Weise honoriert wird.“ Sie erhoffe sich, dank des persönlichen Mentors ganz neue Einblicke zu bekommen und neue Kontakte zu knüpfen.

Dass die Tochter des ehemaligen Dressur-Mannschaftsweltmeisters Klaus Husenbeth zu den Stipendiaten gehört, kommt nicht von ungefähr. 2015 war ein besonders erfolgreiches Jahr für sie: Mit ihrer Stute Florida wagte sie den Sprung in den großen Sport und trat erstmals gegen Senioren an. „Das haben wir gemeinsam mit Bundestrainerin Monica Theodorescu nach dem Finale des Piaff-Förderpreises entschieden“, sagte sie. „Florida und ich sind noch ein Stück mehr zusammengewachsen und die Lektionen saßen so gut, dass wir es versuchen wollten, im großen Feld anzugreifen.“

Es zeigte sich, dass das Paar auch in der internationalen Konkurrenz mithalten kann: Einige Erfolge wurden eingefahren. Beispielsweise siegte es in der Grand-Prix-Kür beim CDI****-Turnier im Juli in Cappeln. „Dort wurde zum allerersten Mal die Nationalhymne für uns gespielt, das war schon ein überwältigendes Gefühl“, berichtete Nadine Husenbeth.

Mittlerweile gehört die Sottrumerin auch dem B-Kader auf Bundesebene an und ist Mitglied der Perspektivgruppe für junge Reiter unter 25 Jahren des Deutsche Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Zum Jahresabschluss sicherte sie sich bei den Hallenturnieren in Oldenburg vierte, fünfte und zwei zweite Plätze – ein Mal landete sie mit einer Wertung von über 77 Prozent direkt hinter Isabell Werth. „Eine solche Bewertung zu bekommen, macht einen schon stolz“, sagte sie.

Neben Florida trainiert Nadine Husenbeth zurzeit auch zwei Nachwuchspferde – den achtjährigen Rockefeller, der mittlerweile seine ersten schweren Prüfungen erfolgreich absolviert hat, und den fünfjährigen Sanchero, der erste Dressurpferde-L-Prüfungen gegangen ist. „Die beiden machen sehr viel Spaß“, sagte sie. „Aber sie bekommen die Zeit, die sie brauchen, um richtig zu reifen.“ Rockefeller wurde von der Studentin selbst ausgebildet – umso mehr freut sie sich, dass er sich mittlerweile so gut präsentiert.

Die Reiterin ist jedoch nicht nur im Viereck erfolgreich – nebenbei führt sie auch ihr Studium fort. 2014 schloss sie den Bachelor ab und bereitet aktuell ihren Master in Wirtschaftspsychologie vor. „Ich bin froh, dass ich den Sport und das Studium so gut miteinander vereinbaren kann“, sagte sie. Das habe sie auch toleranten Professoren zu verdanken, die immer mal wieder ein Auge zudrücken, wenn das nächste große Turnier ansteht.

Am vergangenen Wochenende ist ihr jedenfalls direkt wieder ein guter Start ins Jahr 2016 gelungen. Beim internationalen Drei-Sterne-Dressurturnier im niederländischen Drachten belegte sie in der Grand-Prix-Kür Platz drei hinter Hans Peter Minderhoud aus den Niederlanden auf Glock’s Romanov (74.425 Prozentpunkte) und dessen Landsfrau Marlies van Baalen mit Ratzinger (76.550). „Es war toll, so ein gutes Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr“, sagte Husenbeth nach ihrem Ritt, der mit 73.025 Prozentpunkten belohnt wurde.

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