Weser-Ems-Liga: Delmenhorst II verliert in Wiefelstede mit 35:39 / Grüppenbühren II unterliegt Friedrichsfehn klar

Gaertners Torfestival reicht nicht aus

Ganderkesee-Bookholzberg·Harpstedt·Wiefelstede·Friedrichsfehn. Nichts zu holen gab es für alle vier Handball-Mannschaften aus der Region am vergangenen Wochenende in der Weser-Ems-Liga. Die HSG Delmenhorst II verlor beim SV Eintracht Wiefelstede mit 35:39 (17:17), die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn mit 26:34 (14:19), die HSG Harpstedt/Wildeshausen gegen den TvdH Oldenburg II mit 21:37 (9:18) und die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III gegen den VfL Rastede mit 24:29 (11:15).
19.01.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Rolf Behrens

Nichts zu holen gab es für alle vier Handball-Mannschaften aus der Region am vergangenen Wochenende in der Weser-Ems-Liga. Die HSG Delmenhorst II verlor beim SV Eintracht Wiefelstede mit 35:39 (17:17), die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn mit 26:34 (14:19), die HSG Harpstedt/Wildeshausen gegen den TvdH Oldenburg II mit 21:37 (9:18) und die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III gegen den VfL Rastede mit 24:29 (11:15).

SV Eintracht Wiefelstede – HSG Delmenhorst II 39:35 (17:17). Die drittplatzierten Delmenhorster hätten bei einem Sieg in der Tabelle noch weiter nach oben rücken können, doch die Abwehr war in Wiefelstede einfach zu löchrig. Im ersten Durchgang agierten beide Teams auf Augenhöhe. Bei den Gästen war es immer wieder der überragende Thorsten Gaertner auf der Linksaußenposition, der aus dem Spiel heraus und vom Siebenmeterpunkt insgesamt 14 Mal traf. Zur Pause stand es 17:17. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zwar eng, aber nun lag Wiefelstede zumeist mit zwei oder drei Toren in Front. Die Delmenhorster mussten oft in Unterzahl spielen, weshalb sich Trainer Volker Gallmann über die seiner Ansicht nach kleinlich pfeifenden Schiedsrichter ärgerte: „Wir durften einfach nichts tun, die Gastgeber dagegen hatten Handlungsfreiheit.“ Zwar brachte Steffen Eilers die Gäste noch einmal auf 30:31 heran (51.), in der Schlussphase fehlten ihnen jedoch die Kräfte. Beim Stand von 36:33 für die Hausherren war die Partie entschieden (55.).

SG Friedrichsfehn/Petersfehn – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II 34:26 (19:14). So hatte sich Andreas Müller den Beginn des Handballjahres 2016 nicht vorgestellt. Der Grüppenbührener Trainer zeigte sich enttäuscht über die Leistung seiner Mannschaft in Friedrichsfehn. Müller hatte ausdrücklich gefordert, in der Anfangsphase wach zu sein, doch sein Team lag schnell mit 0:6 hinten (8.). Nico Mönnich traf danach zum 1:6, ehe sich die Gastgeber wieder auf 11:4 absetzten (15.). Erst jetzt wachten die Grüppenbührener auf. Der starke Spielmacher Marcel Behrens brachte seine Mannschaft in der 18. Minute auf 8:12 heran, und beim Halbzeitstand von 14:19 war noch alles drin. In der Pause motivierte Müller seine Schützlinge, die danach durch Kevin Wehnert auf 19:20 verkürzten (39.). In Überzahl hätten die Gäste nun den Ausgleich erzielen können, aber sie vergaben zwei große Chancen kläglich. Das rächte sich prompt: Friedrichsfehn übernahm wieder die Kontrolle und erhöhte auf 23:19. In der Schlussphase ließen die Grüppenbührener dann die Köpfe hängen und offenbarten eklatante Mängel im Rückzugsverhalten, sodass Torhüter Jan-Dirk Alfs weitestgehend auf sich allein gestellt war. Um die Niederlage aufzuarbeiten, hat Trainer Müller nun vier Wochen lang Zeit, denn das nächste Spiel gegen Harpstedt bestreitet der Tabellenzweite erst am 14. Februar.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III – VfL Rastede 24:29 (11:15). Die Begegnung war für die Grüppenbührener schon nach 20 Minuten gelaufen, denn bis zu diesem Zeitpunkt bekamen sie nichts auf die Reihe und lagen mit 4:13 zurück. Trainer Gerold Steinmann reagierte auf die schwache Darbietung, stellte die Abwehr auf eine 5:1-Formation um, und seine Spieler versuchten fortan immerhin, das Beste aus der Situation zu machen. Drei verwandelte Siebenmeter von Ralph Ohlebusch, die Marc Hische am Kreis herausgeholt hatte, und drei Tore durch Sebastian Mielcarek per Tempogegenstoß brachten die Gastgeber bis zur Pause auf 11:15 heran. Nach dem Wechsel kamen die Rasteder allerdings sofort zum 17:11 und hielten ihren Gegner bis zum Ende auf Distanz.

HSG Harpstedt/Wildeshausen – TvdH Oldenburg II 21:37 (9:18). Für die Harpstedter ging es gegen den Meisterschaftsanwärter und Spitzenreiter nur darum, das Ergebnis im Rahmen zu halten. Der Gegner erwies sich in allen Belangen als übermächtig. „Wir haben gegen die spielstärkste Mannschaft der Liga gespielt, sodass ich mit dem Ergebnis nicht unzufrieden bin“, sagte Trainer Peter Büssing. Zu Beginn trafen Sören Meyer zum 1:3 und Jan Witscher zum 3:4 für die Gastgeber. Anschließend nahmen die Oldenburger aber das Heft in die Hand. Den Büssing-Schützlingen fehlte in einigen Phasen zudem das Wurfglück, sonst wären mehr Treffer möglich gewesen. Stark hielt Torhüter Maik Bitter, der drei von sechs Siebenmetern entschärfte und neun hochkarätige Chancen vereitelte.

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