Weser-Ems-Liga: HSG Delmenhorst II verliert 24:28 in Friedrichsfehn / Grüppenbühren III verbucht 28:15-Erfolg Gallmann ärgert sich über Rote Karte

„Uns ist am Ende leider ein wenig die Puste ausgegangen.“ Delmenhorsts Trainer Volker Gallmann Bad Zwischenahn·Ganderkesee.
29.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Frederic Oetken

Nach dem Auftakterfolg gegen die HSG Wilhelmshaven II haben die Handballer der HSG Delmenhorst II am zweiten Spieltag der Weser-Ems-Liga ihre erste Niederlage kassiert. Bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn hieß es am Sonnabend 24:28 (15:14). Besser lief es da für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III, die ihren ersten Sieg verbuchte. Gegen den SV Eintracht Wiefelstede setzte sich das Team in eigener Halle mit 28:25 (15:12) durch.

SG Friedrichsfehn/Petersfehn - HSG Delmenhorst II 28:24 (14:15). Die Delmenhorster reisten ohne Rafael Schween und Dominik Ludwig (beide privat verhindert) in den Bad Zwischenahner Ortsteil Friedrichsfehn. Dort gestaltete das Team die Anfangsphase ausgeglichen. In der 24. und 25. Minute kam es dann zu zwei spielentscheidenden Szenen. Zunächst kassierte Christoph Meyer-Ebrecht die Rote Karte. Laut Delmenhorsts Trainer Volker Gallmann war sein Spieler beim Versuch, einen Gegenstoß zu verteidigen ins Stolpern geraten und hatte seinen Gegenspieler dabei zu Fall gebracht. „Das war niemals ein Platzverweis“, ärgerte sich Gallmann. Nur eine Minute später gab es dann den nächsten Rückschlag für die Gäste: Kreisläufer Niklas Cordes verletzte sich am Sprunggelenk und schied aus. Trotzdem schaffte es die Gallmann-Sieben, durch zwei Tore von Jonte Windels aus einem 13:14-Rückstand noch vor der Pause ein knappe 15:14-Führung zu machen. Nach dem Wechsel drehte Friedrichsfehn das Spiel wieder, aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Nach einem zwischenzeitlichen 20:23 (46.) kämpfte sich Delmenhorst wieder heran – 24:24 (52.). In der Folge machte sich allerdings die dünne Personaldecke der Oberliga-Reserve bemerkbar. Vor dem Tor ließ das Team klare Chancen aus, und auch das Rückzugsverhalten ließ nun zu wünschen übrig. Friedrichsfehn nutzte das aus und entschied das Spiel in den letzten Minuten für sich. „Uns ist am Ende leider ein wenig die Puste ausgegangen. Wir haben eigentlich gut gespielt, aber wir konnten die ganzen Ausfälle nicht über 60 Minuten kompensieren“, sagte Gallmann.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III - SV Eintracht Wiefelstede 28:15 (15:12). Die routinierten Grüppenbührener hielten ihren Gegner beim ersten Saisonspiel vor heimischer Kulisse über die kompletten 60 Minuten hinweg auf Abstand. Lediglich in einer kurzen Phase am Ende der Partie kam Wiefelstede nach Gegenstößen zu einigen Treffern am Stück, ansonsten spulte Grüppenbührens Dritte ihr Spiel ohne große Emotionen ab. Langsam passte die Sieben von Trainer Gerold Steinmann den Ball durch die eigenen Reihen nach vorne, um dort mit gelungenen Kombinationen Lücken in die Deckung des Gegners zu reißen. Die Mannschaft um Torjäger Ralph Ohlebusch lag ständig mit drei, vier Toren in Führung. Für Wiefelstede gab es zunächst überhaupt kein Durchkommen gegen die 6:0-Deckung der Hausherren. Zudem entschärte Grüppenbührens Torhüter Inga Kuck mehrere Bälle. Erst in der Schlussphase kam Wiefelstede noch einmal heran. Nach dem zwischenzeitlichen 22:16 (52.) öffneten die Gäste ihre Abwehr und nahmen nun immer zwei Rückraumspieler des Gegners an die kurze Leine. Dadurch agierte Grüppenbühren für kurze Zeit etwas kopflos, und die Wiefelsteder verkürzten auf 24:25 (59.). In der Folge spielten die Gäste eine Manndeckung, was Frank Reis (2) und Sebastian Mielcarek ausnutzten und mit einfachen Toren für die Entscheidung sorgten. „Trotz unserer Schwächephase war es insgesamt ein verdienter Heimsieg“, freute sich Grüppenbührens Spieler Till Schwab-Sacher nach dem Ende der Partie.

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