Weser-Ems-Liga: HSG Delmenhorst II setzt sich im Spitzenspiel beim TvdH Oldenburg II mit 38:35 durch

Gallmann-Sieben steuert Richtung Titel

Oldenburg·Hatten-Sandkrug·Holthusen·Emden. Die Handballer der HSG Delmenhorst II haben nach ihrem 38:35 (22:16)-Erfolg beim Spitzenreiter TvdH Oldenburg II eine Hand an der Meisterschale der Weser-Ems-Liga. An Boden verloren hat am Sonnabend dagegen der Tabellendritte HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II, der bei der TSG Hatten-Sandkrug II mit 25:33 (10:13) unterlag.
22.03.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Rolf Behrens

Die Handballer der HSG Delmenhorst II haben nach ihrem 38:35 (22:16)-Erfolg beim Spitzenreiter TvdH Oldenburg II eine Hand an der Meisterschale der Weser-Ems-Liga. An Boden verloren hat am Sonnabend dagegen der Tabellendritte HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II, der bei der TSG Hatten-Sandkrug II mit 25:33 (10:13) unterlag. Grüppenbührens drittes Team fuhr dagegen durch ein 27:21 (16:10) beim TuS Holthusen zwei Punkte im Abstiegskampf ein, während das Schlusslicht HSG Harpstedt/Wildeshausen einmal mehr eine Pleite kassierte – 24:33 (12:16) bei der HSG Emden.

TvdH Oldenburg II - HSG Delmenhorst II 35:38 (16:22). Das Spitzenspiel zwischen dem Ersten und Zweiten bot Rasse und Klasse. Am Ende revanchierten sich die Delmenhorster für die knappe Hinspielpleite und haben bei einem absolvierten Spiel weniger nun nur noch einen Punkt Rückstand auf die Oldenburger. Beide Mannschaften suchten schnell den Abschluss, und die Abwehrreihen ließen eine Menge zu. Bis zum 9:9 war die Begegnung ausgeglichen. In der 18. Minute traf Kevin Larisch zum 11:9 für die Gäste, wenig später erhöhte Jonte Windels auf 18:12. Zur Pause stand es 22:16. In der zweiten Hälfte kam dann Härte auf, die die Unparteiischen Andre Hartmann und Andy Giebert (Edewecht) nicht unterbanden. Die Gastgeber um den Ex-Delmenhorster Tobias Bredemeyer kämpften sich heran. Ihnen gelang der 31:31-Ausgleich (53.). Kurz darauf lagen die Oldenburger plötzlich mit 33:31 vorne. Delmenhorsts Coach Volker Gallmann nahm eine Auszeit und brachte sein Team wieder auf Kurs. Steffen Eilers traf doppelt und sorgte für das 33:33. Danach waren Jonas Meißner, Tim Kieselhorst und wieder Eilers erfolgreich – 36:33. Der Weg zum Sieg war geebnet. Einen Wermutstropfen gab es für die Delmenhorster allerdings auch: Niklas Cordes schied bereits in der achten Minute nach einem Schlag auf die Nase verletzt aus und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

TSG Hatten-Sandkrug II - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II 33:25 (13:10). Die Grüppenbührener verabschiedeten sich durch die Niederlage in Sandkrug wohl aus dem Titelrennen. Laut Trainer Andreas Müller gab es drei Gründe für die Pleite: „Unser Kader war recht klein, wir können einfach kein Überzahlspiel erfolgreich gestalten. Und einige Spieler zeigten eine mangelnde Disziplin. Über die völlig unnötigen Strafen ärgere ich mich maßlos.“ In der Tat schadeten Sebastian Weete, der nach grobem Foulspiel die Rote Karte sah (27.), und Kay Blankemeyer, der wegen Meckerns in Richtung Schiedsrichter seine dritte Zeitstrafe kassierte (38.), ihrem Team immens. Anfangs waren die Grüppenbührener nämlich auf Augenhöhe und führten zunächst mit 7:5. Zur Pause hieß es dann 13:10 für die Gastgeber. Nils Hammler brachte die Gäste wieder auf 14:15 heran (36.), ehe die zweite Rote Karte die Grüppenbührener aus dem Rhythmus brachte. Die Sandkruger schafften einen 7:0-Lauf zum 22:14 (42.) und brachten den Sieg danach souverän über die Zeit.

TuS Holthusen - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III 21:27 (10:16). „Holthusen hat kein Weser-Ems-Liga-Niveau, und man darf dort einfach nicht verlieren“, sagte Grüppenbührens Spieler Till Schwab. Seine Mannschaft erfüllte beim Vorletzten ihre Pflicht, ohne zu glänzen. Da Holthusen von Beginn an auf Manndeckung setzte, lief das Angriffsspiel der Gäste eher zäh. Dennoch hatten die Schützlinge von Trainer Gerold Steinmann alles im Griff und lagen über 5:1 (20.) zur Halbzeit mit 16:10 vorne. Nach dem 19:12 (38.) kamen die Gastgeber zwar auf 18:22 heran (50.), doch zu mehr reichte es für sie nicht.

HSG Emden - HSG Harpstedt/Wildeshausen 33:24 (16:12). Für Harpstedt geht es nur noch darum, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen. In Emden bemühte sich der abgeschlagene Tabellenletzte immerhin redlich. Nach 15 Minuten warf Sebastian Überschär sogar das 9:6 für die Gäste. Danach drehten die Hausherren jedoch die Partie. Zur Pause stand es 16:12. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Emden auf 20:12 – die Vorentscheidung.

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