Beim Bremer Renntag geht es nicht nur um viel Geld, sondern auch um die Qualifikation fürs Deutsche Derby Galopp-Höhepunkt in der Vahr

Bremen. Es ist angerichtet: Rennbahninspektor Amor Resaibi präsentiert für Aktive und Besucher eine Bremer Galopprennbahn in Topzustand. Acht Flach- und ein Jagdrennen mit insgesamt 72 startenden Pferden werden am Sonntag zwischen 13 und 17.
25.06.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Klaus-Jürgen Pfeffer

Bremen. Es ist angerichtet: Rennbahninspektor Amor Resaibi präsentiert für Aktive und Besucher eine Bremer Galopprennbahn in Topzustand. Acht Flach- und ein Jagdrennen mit insgesamt 72 startenden Pferden werden am Sonntag zwischen 13 und 17.25 Uhr entschieden. Absolutes Saison-Highlight in der Vahr ist das mit zehn Startern besetzte SWB-Derby-Trial, das mit 25 000 Euro dotiert ist und über 2200 Meter führt.

Alljährlich werden in dieser wichtigen Prüfung für dreijährige internationale Spitzenpferde die letzten Tickets für das Deutsche Derby am 10. Juli in Hamburg vergeben. Von den zehn startenden Pferden besitzen sechs eine Derby-Nennung, die bei entsprechend guter Platzierung in die Qualifikation mündet. Obwohl der von Jean-­Pierre Carvalho für den Rennstall Ullmann trainierte Hengst Moonshiner noch kein Rennen gewonnen hat, aber schon zweimal Zweiter hinter dem aktuellen Derby-Favoriten Boscaccio war, ist er in der teuersten Bremer Prüfung mit Jockey Michael Cadeddu favorisiert.

Trainerin Yasmin Almenräder aus Iffezheim schickt Licinius mit Jockey Ian Ferguson ins hochkarätige Rennen. Der Hengst war zuletzt Sieger in Iffezheim über 1800 Meter. Der Ebbesloher Landin hat mit Daniele Porcu in München über 2200 Meter gewonnen. Porcu sitzt auch diesmal im Sattel. Eine internationale Note bringt der aus Norwegen anreisende Our Last Summer (Robert Havlin) ins Rennen, der in seiner Heimat nur über kürzere Distanzen gewonnen hat, nun aber Steherqualität beweisen muss.

Trainer Andreas Wöhler ist mit Medici (Norman Richter) und Russian Flamenco (Jozef Bojko) doppelt vertreten, aber nur Rennstall Darbovens Russian Flamenco hat eine Nennung fürs Derby. Wöhler stellte im Sommer 1999 mit Belenus den Sieger in diesem Rennen, das damals noch Walther-J.-Jacobs-Rennen hieß. Belenus siegte unter Jockey Kevin Darley danach auch im Derby.

Viele Bremer Galopp-Fans hatten damals auf den Derbysieg von Belenus gesetzt und bei den Buchmachern groß abkassiert. Unvergessen bleibt der Bocksprung auf das Siegerpferd, den Turfsyndikat-Manager Manfred Hofer vor lauter Begeisterung ausführte und hinter Jockey Darley sitzend, auf dem Rücken von Belenus in den Hamburger Absattelring ritt. Die vor dem Zurückwiegen streng verbotene Aktion hätte den Derbysieg kosten können. Doch die Stewards haben damals die Begeisterung vor das Reglement gesetzt und beide Augen zugedrückt.

Der mit 10 000 Euro dotierte Ausgleich II führt für acht Pferde über 2200 Meter und erinnert an das legendäre Vorstandsmitglied des Bremer Rennvereins Wolf-Hubertus Großkreutz. Prairie Pearl sollte nach zwei zweiten Plätzen erneut wieder weit nach vorn laufen, zumal sie mit Daniele Porcu einen Reiter im Sattel hat, der derzeit in Topform agiert. Action Please, Dinvar, Oscar und Lincoln County sind mit Don Vasco in dieser interessanten Prüfung ebenfalls zu beachten.

Die Bremen BBAG-Trophy versammelt zwölf Pferde am Start. Das über 2400 Meter führende Rennen bietet in der Viererwette eine garantierte Gewinnauszahlung von 15 000 Euro plus 6388 Euro aus dem Jackpot an. Zu den Favoriten zählen Quantum of Solace, Cocco und Trainer Günter Lentz‘ Stute So Nice. Beim Bremer Trainer läuft es derzeit. Erst am vergangenen Dienstag siegte in Krefeld Tshirina vor 13 Konkurrenten.

Trainer Pavel Vovcenko hat am Sonntag in Bremen nur Aitutaki vom Galopp Club Bremen unter Order. Der sechsjährige Intendant-Sohn ist gut auf dem Posten. Er startet mit Martin Seidl im Ausgleich III über 2400 Meter und sollte mit Winley, Dashing Diva, Classic Blues und Van Victory um den Sieg streiten können.

Sieben Pferde starten im Jagdrennen über 4200 Meter. Wenn North Germany unter Jockey Paul Andrew Johnson keinen Fehler macht und an seine in Mannheim gezeigte Form anknüpft, sollte er gegen Gelona und Wutzelmann zum Zuge kommen.

Der Bremer Rennverein hat sein Kinderprogramm erweitert. 250 Ehrengäste des Sponsors SWB sowie aus Politik und Wirtschaft werden erwartet. Schließlich denken die Veranstalter auch an die Fußball-Fans unter den Zuschauern: Rechtzeitig zum Anpfiff des Achtelfinalspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei soll der Renntag beendet sein.

„Xxxx xxx xxx xxxxx xxxxx xxxx xxxx xxxx xxxxx.“ xx xxxxxxxx
Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+